Jim Rogers ist zurück – der zynische Rohstoffzwerg nervt wieder
von Harry Kayne am Aug.12, 2009, unter Finanzen
Nun ist er also mal wieder da: Der kleine dickliche Mann mit dem schütteren Haar, dem selbstgefälligen Grinsen und der stets unfassbar geschmacklosen Fliege gibt wieder tolle Empfehlungen für lauschwillige Anleger. Sri Lanka heißt der neue heiße Aktienmarkt des Jim Rogers, auf dem die Geldsucher nun fündig werden können. Nun da der Krieg vorbei ist, gehe es ans Verdienen. Nach dem Motto: Flaut der Sturm ab, kommen die Schmeißfliegen.
Dabei war Jims letzter großer Tipp alles andere als roger. Wie lange ist er uns mit seinem endlos wiederholten Geschwafel, man solle doch Rohstoffe kaufen, auf die Brötchen gegangen? Bis Mitte letzten Jahres, also kurz bevor die Rohstoffpreise zusammengefallen sind wie ein durchlöcherter Weizensack.
Die wachsende Weltbevölkerung brauche immer mehr zu essen, und es geben immer weniger Anbauflächen erzählte er bis dahin auf jeder Stehparty grinsend wie ‘ne Kuh im Maisfeld. Dass mit jedem Dollar, um den der Weizenscheffel sich verteuerte, auch ein paar Millionen Menschen sich weniger Essen leisten konnten, war in seinen Vorträgen nie das Thema. Dass bei einem Ölpreis von 140 Dollar je Fass in Afrika Krankentransporte ausfielen, weil der Sprit zu teuer war – auch darüber kein Wort.
Warum auch? Jim Rogers hat ja genug zu essen.
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