Opels Schicksal und General Motors’ Stinkefinger
von Harry Kayne am Nov.04, 2009, unter Politik, Wirtschaft
Herrlich, jetzt haben die amerikanischsten aller Autobauer einmal mehr gezeigt, was sie von deutschen Wünschen, Bevormundungsversuchen und Sozialverträglichkeit halten: Nichts. Lang und dick wie ein Auspuffrohr recken sie ihren Stinkefinger gen Bundesregierung und ihre vielen Opel-Wünsche und hinterlassen damit bloßes Entsetzen. Vor allem bei denen, die mit wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht so ganz üppig bestückt sind. Und das sind nicht wenig.
General Motors will also doch den deutschen Vorzeigebetrieb Opel behalten und wird ihn wahrscheinlich auf die amerikanische Art sanieren. Es wird also Tote geben und mindestens jede Menge Arbeitsplätze weniger. Wer so naiv war, zu meinen, er könnte die Entscheidungen der General-Strategen beeinflussen oder mit deutschem Steuergeld bestechen, der weiß es nun besser. Peinlich und irgendwie lustig zugleich. Wenn es nicht so traurig wäre.
Einer der wenigen, der sich von Vornherein keine Illusionen gemacht hatte, war ausgerechnet unser ehemaliger Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Der wollte Opel ja sowieso lieber abwickeln und die ganze Steuerkohle sinnvoll für andere wichtige Sachen verwenden, als irgendwelche toten Unternehmen wiederzubeleben. Aber damit war zu Guttenberg der Bundesregierung offenbar etwas zu kompetent. Und deshalb befehligt er nun die Bundeswehr.
Kann man nix machen.
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November 5th, 2009 on 15:27
[...] sich unsere Regierung bei General Motors abgeholt hat, habe ich bereits gestern ausführlich kommentiert. Mal sehen, was Frau Merkel jetzt noch erreicht. Vielleicht wieder ein paar Minuten Applaus. Und [...]