Die schweigsame Kommunikation der DAK
von Harry Kayne am Jan.27, 2010, unter Finanzen
So komisch es klingt: Aber unsere Krankenkassen machen mich langsam krank. Sie saugen uns die mühevoll gefüllten Taschen leer wie ein Blutegel die Gefäße. Und ist mal nix in der Tasche – egal, das Gesetz ist ja auf ihrer Seite. Krankenkassen greifen einfach zu.
Daran haben wir uns ja irgendwie schon gewöhnt, trotz der stets wiederkehrenden Versprechen, das sei die vorerst letzte Beitragserhöhung. Nerviger ist dagegen die neue Heimlichkeit gegenüber den eigenen Beitragszahlern. So mussten wir erst jetzt aus der Presse erfahren, dass unter anderen das „Unternehmen Leben“, DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse), zwar nicht den Beitrag erhöht, dafür aber einen fröhlichen Zusatzbeitrag erhebt. Das ist ungefähr so verlogen wie ein konstanter Kinoeintritt, und Cinemaxx erhebt dafür plötzlich eine Sitzplatzmiete.
Nur ihren eigenen Kunden sieht die DAK dabei nicht in die Augen. Hat sie die Behördenhosen voll? Hat sie alle PR-Schwafelsäcke gefeuert? Will sie Porto sparen zum Wohle aller DAK-Versicherten? Man weiß es nicht. Nur soviel ist klar: Wenn die DAK schon der Meinung ist, mal wieder noch mehr abzukassieren, dann sollte sie auch die Eier haben, es ihren Delinquenten direkt mitzuteilen. Und hier wäre ein direktes Schreiben das Mindeste – liebend gern ohne schleimiges PR-Geschwafel sondern einfach mit der Wahrheit.
Feiglinge!
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