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Olympiade: Die Kehrseite der Medaillen

von Harry Kayne am Feb.20, 2010, unter Sport

Toll, wir haben endlich wieder eine Olympiade. Wir können der Welt wieder beweisen, dass wir zwar zu doof sind, einen Staat zu finanzieren, richtig zu wählen und ein Autounternehmen abzuwickeln. Medaillen abräumen, das können wir aber noch immer. Hier hat uns China, das Land der Mittelmäßigkeit, noch nicht überholt. Und damit es jeder weiß: Sollen sie doch Exportweltmeister bleiben, wir haben es ja gar nicht nötig.

Und so beginnt in diesem Ausnahmezustand jeder Morgen mit dem Blick auf den Medaillenspiegel. Und wie im Krieg bei Sonnenaufgang die nächtlichen Verluste betrachtet werden, teilt uns ein grimmig dreinblickender Moderator die Erfolge – oder die nicht akzeptablen Misserfolge – mit.

Wer nur Fünfter wird, ist ein Versager und stinkt. Gewinnen ist Gold. Silber ist schon Scheiße. Wer nicht am Treppchen schnuppern darf, gehört gar nicht erst ins Fernsehen. Für uns Deutsche ist der olympische Gedanke doch nur ein läppischer Spruch. Denn wenigstens hier gehören wir noch an die Spitze. Hier dürfen wir noch unverhohlen Krieg gegen China, die USA und vor allem gegen Frankreich führen.

Auf geht’s! Zeigen wir der Welt, wer wir sind!

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6 Kommentare vorhanden

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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