Massaker im Privatfernsehen: Geschnetzelter Lothar Matthäus
von Harry Kayne am Jul.21, 2010, unter Gesellschaft
Es war ein erbärmliches Schauspiel, das ich im Privatfernsehen mit ansehen musste. Eine skandalgeifernde Reporterin reichte unser aller Lothar Matthäus ein paar Fotos, auf denen sich seine Frau Liliana auf die Badehose eines anderen Mannes setzt. Natürlich als er sie anhat. Selbstredend war unser Watschen-Lothar geknickt und rang nach Worten.
Nur selten ging sogenannter Journalismus niederträchtiger und menschenverachtender mit einem Menschen um, als in dieser Minute. Jede Regung in Matthäus’ Gesicht sog die Kamera gierig auf. Und irgendwie konnte ich den Chefredakteur förmlich fluchen hören: „Scheiße, der heult ja immer noch nicht!“ Und die Frau vor der Kamera begann, rücksichtslos zu bohren. Irgendwie war ja der Lothar auch schon ganz schön lange verheiratet.
Nagut, dass Lothar Matthäus seine Privatsachen inklusive Sex- und Familienleben am liebsten mitten auf dem Boulevard ausdiskutiert, kennen wir ja von ihm. Vielleicht braucht er ja die Aufmerksamkeit. Aber dass er sich dermaßen willig der Häme und Schadenfreude der Öffentlichkeit aussetzt wie an jenem Tag, ist mit zu vielen Kopfbällen schon fast nicht mehr zu entschuldigen.
Ich freue mich schon jetzt auf die tägliche Lothar-Matthäus-BILD-Schlagzeile. Solange, bis feststeht, wie viel Kohle Liliana für ihren Zwei-Jahres-Vertrag abräumt, und ob Loddar Ablöse bekommt.
Dann kann er sich die nächste Legionärin aus dem Osten kaufen und weiter an die große Liebe glauben. Träum weiter, Lothar.
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Juli 24th, 2010 on 19:13
Tja, wenn sich Journalisten sowieso nur solchen weltbewegenden Themen widmen, haben sie eigentlich nichts anderes verdient als einen Maulkorb.
Oder ist dir aufgefallen, daß die Integrationsministerin von Niedersachsen eine Beschränkung der Pressefreiheit fordert?
DERSEHRBÖSEWOLF
Juli 25th, 2010 on 19:48
Ja, das mir sehr wohl aufgefallen. Hat sie natürlich nicht so gemeint, hat sie gesagt… ohne Worte.
Juli 25th, 2010 on 21:23
Gut, daß es dir aufgefallen ist, der Integrationsbeauftragte in Berlin hat übrigens in die gleiche Kerbe gehauen, allerdings konnte er sich geschickter ausdrücken.
schön´n´Abend noch
DBW
Juli 28th, 2010 on 15:31
Durch diesen Rosenkrieg wird deutlich warum Matthäus keinen Trainerjob in Deutschland findet. Wegen jedem Unsinn meldet er sich bei der BILD-Zeitung zu Wort. Ich glaube es ist kein Vereinspräsident scharf darauf, Neuigkeiten über seinen Verein aus besagter Zeitung zu erfahren.