Gesellschaft
Wissenschaftler enthüllen: Hupen bringt nichts
by Harry Kayne on Aug.20, 2010, under Gesellschaft
Sie hämmern den Handballen auf den Knopf und lassen ihn gern ein paar Sekunden drauf. Gern begleitet von etwas unanständigem Verbalem. Doch Wissenschaftler enthüllen nun: Das bringt nichts.
In einer aufwändigen Studie fanden Forscher des Vierrad-Instituts in Vorderheinzbach folgendes heraus: Fußgänger, Fahrradfahrer und andere Autofahrer lösen sich nicht in Luft auf, wenn man lange genug die Hupe betätigt. Ebenso öffnet sich trotz Hupvorgangs keine Bodenluke, die den störenden Verkehrskontrahenten verschluckt. Es öffnet sich nicht wie von Geisterhand eine Lücke im Verkehr, durch die der Behupte verschwinden kann, und er beginnt sich auch nicht zu entschuldigen. Selbst störende Bäume bleiben einfach stehen.
Um das herauszufinden verbrachten die Wissenschaftler über sechs Monate lang auf großstädtischen Verkehrsinseln, wo sie in Zelten übernachteten und ihre Ergebnisse gleich vor Ort auswerteten.
zum vollständigen Text
Hier spricht die Mittelschicht: Ich hab die Schnauze voll!
by Harry Kayne on Aug.05, 2010, under Gesellschaft, Politik
Es reicht. Mir platzt endgültig der Sack. Das Maß ist voll, sogar übervoll, voller als voll. Mir steht’s bis hier.
Nur zur Erklärung: Ich gehöre zur Mittelschicht. Ich gehe arbeiten, werde bezahlt und bin so dumm, keine Stiftung in Liechtenstein zu haben. Klaglos habe ich jede Steuererhöhung mitgemacht. Die angekündigten, die vorher ausgeschlossenen, die unverständlichen. Ich habe den (natürlich erhöhten) Einheitsbetrag für die Krankenkassen mitgetragen. Ich entrichte brav meine Praxisgebühr und werde auch noch selten krank. Und ich bin das Volk.
Und ich habe den Kanal sowas von voll. Wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, verhöhnt mich meine Regentin Angela Merkel. Hey Baby, ich hab die Rentengarantie nicht eingeführt, lass mich von der Pharma-Industrie nicht verarschen und habe auch nicht für die fetten Pensionen der Regierungsvertreter gestimmt.
zum vollständigen Text
Wo ist Gott, wenn man ihn mal braucht?
by Harry Kayne on Jul.29, 2010, under Gesellschaft
Ei, da hat unser liebste geistig verwirrte Eva Hermann ein wirklich hübsches Thema angeschnitten. Die Toten auf der Loveparade seien eine Strafe Gottes, meinte sie sinngemäß und sinnentleert auf der Webseite ihres Verlags.
Nur scheint das zurzeit das einzige Lebenszeichen unseres Allmächtigen zu sein, das er von sich gibt. Alles andere, was auf unserer miesen Erde passiert, scheint er irgendwie ganz prima zu finden.
Wie ist es sonst zu erklären, dass Gott den Kinderfickern aus der katholischen Kirche nicht per Gottesdekret die Eier verschrumpeln lässt. Verdient hätten sie es ja. Wer seinen Lümmel in Kinder steckt, macht sich selbst zum Lümmel. Aber nein, die Kirche will das intern regeln. Weg mit dem lästigen Staatsanwalt. Für Gottesdiener gelten irdische Gesetze nicht. Und Gott schaut zu und grinst.
zum vollständigen Text
Massaker im Privatfernsehen: Geschnetzelter Lothar Matthäus
by Harry Kayne on Jul.21, 2010, under Gesellschaft
Es war ein erbärmliches Schauspiel, das ich im Privatfernsehen mit ansehen musste. Eine skandalgeifernde Reporterin reichte unser aller Lothar Matthäus ein paar Fotos, auf denen sich seine Frau Liliana auf die Badehose eines anderen Mannes setzt. Natürlich als er sie anhat. Selbstredend war unser Watschen-Lothar geknickt und rang nach Worten.
Nur selten ging sogenannter Journalismus niederträchtiger und menschenverachtender mit einem Menschen um, als in dieser Minute. Jede Regung in Matthäus’ Gesicht sog die Kamera gierig auf. Und irgendwie konnte ich den Chefredakteur förmlich fluchen hören: „Scheiße, der heult ja immer noch nicht!“ Und die Frau vor der Kamera begann, rücksichtslos zu bohren. Irgendwie war ja der Lothar auch schon ganz schön lange verheiratet.
zum vollständigen Text
Schöne neue Welt – Dank implantiertem Chip
by Harry Kayne on Mai.28, 2010, under Gesellschaft
Okay, jetzt hat sich ein britischer Forscher einen Chip nebst Virus hinter das Bindegewebe gehauen. Und in der Tat ist es bedrückend, wie leicht diese drahtlos lesbaren Dinger zu manipulieren gehen.
Andererseits kann man durch Chips direkt am Gehirn sicherlich eine Menge bewirken. Stellt euch vor: Durch einen speziellen Chip hätten wir wieder Schulabgänger, die kopfrechnen und vielleicht sogar schreiben können. Guido Westerwelle könnte vielleicht sogar doch noch Englisch lernen. Wirtschaftsbosse wären plötzlich zu der einen oder anderen Emotion fähig, Politiker könnten Menschenverstand lernen. Eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten stünde uns plötzlich offen.
Ich freue mich drauf und melde mich schon mal für einen Wachstums-Chip an.
zum vollständigen Text
Akustik-Terror täglich – Jugend braucht Lala
by Harry Kayne on Mai.25, 2010, under Gesellschaft
Wissenschaftliche Versuche haben ergeben, dass ein durchschnittlicher Jugendlicher ab 12 Minuten in völliger Stille bereits anfängt, nervös zu zucken. Ab Minute 26 drehen sich die Pupillen nach innen. Weitere 13 Minuten später bilden sich Krämpfe. Und in Minute 45 stellt sich – sofern vorhanden – der Hirntod ein. Schön ist das nicht.
Und der Einschlag in die Umwelt ist enorm. So passiert nicht selten folgendes: Ihr sitzt ahnungslos in der Untergrundbahn, und ganz plötzlich bläkt ein Handy los. Aus einem mickrigen, minimalistischen Mikrolautsprecher plärrt eine orientalische Melodei, die selbst die Kreuzritter ganz sicher in die Flucht geschlagen hätte. Sie ist ein Zeichen der Halbstarken, der Jugend, unserer Zukunft.
zum vollständigen Text



