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Wirtschaft

Offener Brief an Guido Westerwelle

by Harry Kayne on Feb.12, 2010, under Politik, Wirtschaft

Lieber Herr Westerwelle,

ich schreibe Ihnen als Vertreter des von Ihnen so geschätzten Mittelstands. Ich bin zwar keine verheiratete Kellnerin, zähle mich aber zur arbeitenden Bevölkerung und nicht zu den faulen Kackbratzen, die sich mit Hartz IV auf die faule Haut legen (gefällt Ihnen die Wortwahl?).

Zunächst muss ich Sie jedoch fragen: Haben Sie eigentlich ihr Gehirn eingeschaltet, es vielleicht sogar irgendwann mal benutzt, oder haben Sie einfach nur nicht alle Tassen im Schrank? Gerade letzteres liegt ein bisschen auf der Hand. Denn die Hartz-IV-Unterstützung mit einem anstrengungslosen Wohlstand zu vergleichen, erfordert entweder eine Menge Fantasie oder eben jene Weltfremdheit, die in unserer Politiklandschaft leider schon viel zu stark um sich greift.

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Ich will jetzt auch staatliche Hilfe

by Harry Kayne on Feb.10, 2010, under Politik, Wirtschaft

Ort meiner Erlösung - das Bundesministerium der Finanzen in Berlin (Foto: Peter Kuley/Wikipedia)

Ort meiner Erlösung - das Bundesministerium der Finanzen in Berlin (Foto: Peter Kuley/Wikipedia)

Ich habe einen Plan, wie ich meine chronische Unterfinanzierung endlich in den Griff bekomme. Ich beantrage Staatshilfe. Ich denke, anderthalb Millionen Euro reichen für die kommenden zehn Jahre oder so aus. Das heißt, wenn ich es nicht einem Finanzberater in der Bank anvertraue.

Die Voraussetzungen für staatliche Hilfe erfülle ich ja: Ich verprasse leidenschaftlich gerne Geld. Ich habe nichts Vernünftiges gelernt, schon gar nicht aus eigenen Fehlern. Ich halte sehr viel von mir, und täglich wird es mehr. Und zur Not gehe ich auch mal mit einem Politiker ins Bett.

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Mensch Google, bist du blöd

by Harry Kayne on Jan.14, 2010, under Politik, Wirtschaft

Google in China (Bild: Screenshot)

Google in China (Bild: Screenshot)

Unser weltgrößtes Trüffelschwein Google hat es einfach nicht kapiert. Da will es sich tatsächlich aus dem am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt, China, zurückziehen. Und das alles nur, weil die rote Regierung ein paar Email-Konten ausbaldowert hat und Google seine Suchfunktionen selbst zensieren soll. Tibet, Dalai Lama und die tägliche Gewalt gegen Regime-Gegner sollen ja im Land der Mitte nicht gerade im Mittelpunkt stehen.

Okay, auch ich würde mir selbst nur ungern die Eier abschneiden, insofern kann ich Googles Verstimmung nachvollziehen. Aber gleich komplett eingeschnappt den Sucher einziehen? Immerhin ist es heute ein wichtiger Trend, den Jungs aus Peking so tief in den Arsch zu kriechen, bis man dem Reis beim Verdauen zusehen kann. Denn China hat Macht, China hat Produktionsmittel, und China hat eine riesige Bevölkerung, die sich auch mal einen Fernseher und einen Computer leisten will. Was stören da schon die nicht vorhandenen Manieren?

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McDonalds’ wahre Worte

by Harry Kayne on Dez.28, 2009, under Wirtschaft

Wie selten ist es doch leider geworden, dass uns die PR- und Werbebranche mit eindeutig klaren und vor allem ungelogenen Aussagen erfreut? „We love to entertain you“ von Pro7 und „Wir haben mehr zu bieten“ von der CDU im Wahlkrampf sind schöne Beispiele dafür, dass es unsere lieben Lautsprecher beim Preisen ihrer Mandanten mit den Tatsachen nicht allzu genau nehmen.

Dass nun ausgerechnet die Imbissbude McDonalds mit gutem Beispiel voran schreitet, ist wohl so logisch wie eine Currywurst mit Senf. Und doch tut sie es.

Denn wie könnte man das ausgesucht wunderbare Aroma eines Hamburger Royal TS besser einordnen als in den „geschmacklichen Hochadel“, wo er eindeutig hingehört. Und die miefige Mayonnaise ist mitnichten eine solche sondern vielmehr eine „edle Sauce“. Wobei auch das eindeutig zu tief gestapelt sein dürfte. Würden wir den Royal TS als das kleine, erbärmlich lappige Brötchen betiteln, das er in Wirklichkeit ist, würden wir ihm Unrecht antun.

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Der arme arme Ackermann

by Harry Kayne on Nov.20, 2009, under Finanzen, Wirtschaft

Nein, der Chef von Deutschlands Vorzeigeinstitut, der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat es dieser Tage wirklich nicht leicht. Erst lehnt sich das blöde deutsche Volk gegen ihn auf, anstatt ihm für seine Verachtung innig zu danken. Und dann machen ihn auch noch alle wegen der von Kanzlerin Merkel gesponsorten Geburtstagsparty an. Ein echt mieses Jahr.

Und jetzt das: Der Traum seines Lebens, eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent, wird nun wahrscheinlich platzen. Schuld sind die bösen Regulatoren, die ein sicheres Bankensystem verlangen. Nur ist das eben nicht mehr ganz so rentabel.

Richten wir uns also auf magere Zeiten ein. Die deutschen Banken werden nicht zur Weltelite aufsteigen, deren Vorstände müssen sich mit einem Porsche weniger pro Jahr begnügen. Wütende Aktionäre werden im Frankfurter Bankenviertel Amok laufen oder sich gleich in den Börsensaal hängen. Das Land wird im Chaos versinken.

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Opels Schicksal und General Motors’ Stinkefinger

by Harry Kayne on Nov.04, 2009, under Politik, Wirtschaft

Herrlich, jetzt haben die amerikanischsten aller Autobauer einmal mehr gezeigt, was sie von deutschen Wünschen, Bevormundungsversuchen und Sozialverträglichkeit halten: Nichts. Lang und dick wie ein Auspuffrohr recken sie ihren Stinkefinger gen Bundesregierung und ihre vielen Opel-Wünsche und hinterlassen damit bloßes Entsetzen. Vor allem bei denen, die mit wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht so ganz üppig bestückt sind. Und das sind nicht wenig.

General Motors will also doch den deutschen Vorzeigebetrieb Opel behalten und wird ihn wahrscheinlich auf die amerikanische Art sanieren. Es wird also Tote geben und mindestens jede Menge Arbeitsplätze weniger. Wer so naiv war, zu meinen, er könnte die Entscheidungen der General-Strategen beeinflussen oder mit deutschem Steuergeld bestechen, der weiß es nun besser. Peinlich und irgendwie lustig zugleich. Wenn es nicht so traurig wäre.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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