Was machen die Amis nun ohne Osama bin Laden?
von Harry Kayne am Mai.03, 2011, unter Gesellschaft
Für die herrlichste Nation der Welt kommt es derzeit wirklich knüppeldick. Erst quatschen ihr alle möglichen Klugscheißer in die Geldangelegenheiten. Und nun lässt sich auch noch ihr Lieblings-Schlimmfinger, Osama bin Laden, eine Kugel durch den Kopf gehen. Ist nicht fair.
Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, die Amis hätten den Laden-Hüter nur gefangen und nach einem kurzen Du-Du wieder frei gelassen. So machen es ja schließlich auch die Sportangler mit ihren Fischen, nachdem sie ihren den Haken durch den Kiefer gejagt haben. Das verspricht Spaß ohne Ende. Zumindest bis bin Laden sich aus Langeweile selbst ergibt oder er die Amis einfach damit ärgern will. Aber nun ist es zu spät.
Auf dem Klo sind alle Menschen gleich
von Harry Kayne am Apr.19, 2011, unter Gesellschaft
Es ist eine Mischung aus Trost und Genugtuung. Denn immer, wenn mir Fernsehen, Bild und Internet zeigen, wie geil und erstrebenswert die Welt der Reichen und Schönen ist, denke ich einfach nur daran: Beim Scheißen sind sie alle gleich.
Es ist völlig Wurst, ob sich der Chef-Banker als ein Werkzeug Gottes darstellt, Investmentbanker die ganze Welt kaufen können, Jan Delay sich für etwas ganz besonderes hält, die Geissens vor Geld kaum denken können, Sarah Palin die ganze Welt katholisch haben will, Wladimir Putin sich für einen tollen Kerl hält, Silvio Berlusconi ein weiteres Model pimpert, Thomas Middelhoff die ganze Welt über den Karstadt-Tresen zieht, Josef Ackermann die Gebühren erhöht und Guido Westerwelle Außenminister kann. Ihr Gesichtsausdruck, wenn sie auf der Schüssel gepflegt einen abseilen, ist stets der Gleiche. Angestrengtes Kneifen, vielleicht etwas Schmerz und am Ende grenzenlose Erleichterung. Da sind Einkommen, Status und Weltsicht … pardon … scheißegal.
Pinkeln modern: Die neue Scham der Männer
von Harry Kayne am Apr.14, 2011, unter Gesellschaft
Ein öffentliches Klo. Drinnen zwei Pissoirs und drei klassische Kloschüsseln zum Eierlegen im Sitzen. Ein Mann kommt herein, das Gesicht alles andere als entspannt, die Beine mit leichtem Druck gegeneinander gepresst. Er muss mal strullen. Höchste Zeit. Doch anstatt sich an eines der Hängebecken zu stellen, den Lümmel durch den Hosenstall zu friemeln und laufen zu lassen, geht er in eine der Kabinen. Hose runter, und die Büchse beginnt zu streuen. Unappetitliche Pfützen entstehen rund um die Schüssel. Auch schon erlebt?
Nur warum tun die das?
Ist es einfacher? Nein. Geht es schneller? Auch nicht. Ist es hygienischer? Gott bewahre.
Die Lehre aus dem Fall Glücksgas-Stadion
von Harry Kayne am Jan.19, 2011, unter Gesellschaft
Jetzt haben auch die Tagesthemen den Fall aufgegriffen, in dem der Sponsor Glücksgas die Namensrechte am Fußballstadion in Dresden gekauft hat. Eine regelrechte Kontroverse gibt es jetzt, ob man das machen kann. Bei der Vergangenheit. Und das kann man ja so leicht falsch auffassen.
Wörterkraftwerk meint: Richtig so. Unsere Sprache muss sauberer werden als gereinigtes Erdgas. Deshalb setzen wir auch folgende leicht falsch zu verstehenden Worte auf die Streichliste:
- Lachgas
- Gasthaus
- Gasmann
- Gastritis und natürlich
- Vergaser
Es gibt dann keine Staatspolizei mehr. Wir schicken beim Fußball niemanden mehr vorzeitig zum Duschen, fahren nie wieder über die Autobahn nach Polen, und wenn wir konsequent sind, benennen wir die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ auch gleich um. Ist zwar eine andere Zeit, aber kein wirklich anderes Thema.
Hipphipp-Hurra, die Schweinegrippe ist wieder da
von Harry Kayne am Jan.07, 2011, unter Gesellschaft
Leute, nehmt Frau und Kinder, und schließt euch ein. Verrammelt Läden und Türen. Sie ist zurück: die Schweinegrippe – die Killergrippe par excellence.
Sie wird uns alle töten. Naja, zumindest wird sie es versuchen. Oder auch nicht. Vielleicht kriegen wir auch nur nen Schupfen. Oder vielleicht auch gar nichts wie bei der letzten Epidemie. Ist ja auch egal. Hauptsache, wir haben erstmal jede Menge Angst.
Und ich hoffe, die Bundesregierung reagiert diesmal wieder so umsichtig und überlegt wie einst: Mit Massenbestellung an Impfdosen und einer gepfefferten Impf-Image-Kampagne. Damit sich das Zeug auch wirklich jeder reinpfeift. Oder auch nicht. Ist ja auch egal. Das Zeug ist bezahlt. Mit Steuergeld. Und bitte nicht vergessen, Aktien von GlaxoSmithKline zu kaufen.
Es geht endlich wieder los.
Mann, bin ich aufgeregt.
Offener Brief an den Menschen
von Harry Kayne am Dez.28, 2010, unter Gesellschaft
Lieber Mensch, ich bin es, dein Winter. Ich schreibe dir, weil ich verwirrt bin, verletzt, unheimlich wütend.
Ich weiß einfach nicht mehr, was du wirklich willst. Da habe ich in den abgelaufenen 20 Jahren mich mal ein bisschen ausgeruht, Pause gemacht. Doch du hast nur geflennt. Uuuuääääähhhh, jetzt gibt es keine Winter mehr. Und was machen wir mit den vielen schönen Schlitten, und der böse Klimawandel und wir kriegen ja so viele Insekten, wenn die Erde nicht mehr richtig gefriert.
Ich habe Mitleid bekommen und bin zurückgekehrt. Und nun?



