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Jugendmedienschutzstaatsvertrag: Schwachsinns-Schutz statt Internet-Kultur

von Harry Kayne am Dez.01, 2010, unter Gesellschaft, Politik

Nennen wir doch das Kind beim Namen: Der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag ist eine der fürchterlichsten und (Vorsicht – nicht jugendfreier Begriff!) beschissensten Exkremente, die den Mastdarm unserer lieben Volksregenten je verlassen haben. Unumsetzbar, umständlich und einige Kilometer am Ziel vorbei.

Schlimmer noch: Hochwertige Informationsplattformen müssen zum Jahresende schließen, weil sie es sich rein finanziell nicht leisten können, den Jugendmedienscheißvertrag zu erfüllen. Na toll. Somit kann nur noch ins Netz, wer auch die Kohle dafür hat. Deutlicher kann ein Tritt in den Hintern der Meinungsvielfalt nicht ausfallen. Getreten von Leuten, die das Internet noch für eine alte japanische Schmalfilmkamera halten.

Ausweiskontrolle oder Sendezeiten zwischen 20 und 6 Uhr oder Alterskennzeichen verlangt der Schuttvertrag – hat eigentlich jemand unseren Premiumministern mal erklärt, dass die alten Regeln aus Kino und Fernsehen im Netz nicht funktionieren? Dass sie nicht einmal mehr beim Fernsehen greifen, weil es viel zu vielen Eltern einfach egal ist, wann die Blagen vor der Glotze klucken?

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Der Papst hat Recht

von Harry Kayne am Nov.22, 2010, unter Gesellschaft

War es ein Anfall von Realitätssinn? Hat er eines Morgens vergessen, seine Pillen zu nehmen? Wir wissen es nicht. Aber jetzt hat Papst Ratze seine Rübe mal zum Denken benutzt und festgestellt, dass Kondome tatsächlich nützlich sein könnten. Aber nur in Ausnahmesituationen, wie er noch betont.

Und damit liegt er natürlich absolut richtig. Denn im Ernst: Im täglichen Leben stören die Dinger ganz gewaltig. So richtig pinkeln kann man damit nicht. Und außerdem riecht die Nudel schon nach einer halben Stunde in der Wurstpelle wie ein alter Autoreifen. In einer Geschäfts-Sitzung kann es äußerst unschön anstoßen, wenn plötzlich der Duft des Erdbeerkondoms zwischen den Diskutierenden aufsteigt. Und auch so im Schlüpfer ist das Kondom kein sehr angenehmes Gefühl.

Also folgen wir der Erkenntnis des Papstes und verwenden Kondome nur im Ausnahmefall: zum Geschlechtsverkehr.

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Danke Amerika! Jetzt bist du auf gutem Weg

von Harry Kayne am Nov.03, 2010, unter Politik

Mensch USA, bis gestern hatte ich noch befürchtet, du würdest dich durch einen dahergelaufenen, halbschwarzen Weltverbesserer namens Barack Obama einlullen und zum Weichei oder gar Weltenbürger ummodeln lassen. Jetzt bin ich beruhigt.

Mit deiner jüngsten Kongresswahl hast du gezeigt, dass ich auf dich noch zählen kann.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Dann werden endlich wieder ein paar konservative Vollpfosten in der Regierung sitzen, Tee saufen, Schwulenhass predigen, gegen Abtreibung wettern und Enthaltsamkeit propagieren. Schwarze werden wieder dorthin gesteckt, wo sie hin gehören. Der Colt baumelt wieder am Gürtel, der Stärkere gewinnt wieder. In New Yorks Finanzdistrikt reißen wieder großkotzige Investmentbanker die Klappe auf, bescheißen die ganze Welt und verjuxen die Kohle im Puff. Schönes, altes Amerika, du bist bald wieder da.

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Faule Apple für die Doofen

von Harry Kayne am Nov.02, 2010, unter Gesellschaft

Respekt, Mister Jobs, was Sie mit Ihrer Firma Apple auf die Beine gestellt haben, ist ein Geniestreich. Und ein Armutszeugnis für die Menschheit.

Tatsächlich hat Jobs genau das geschafft, was Bill Gates mit Microsoft immer versucht hat: Er hat sich ein Heer williger Hirntoter erschaffen, die ihm jeden noch so sinnlosen Mist abkaufen. Nur hat es Gates immer mit Gewalt versucht, mit Nötigung und Bevormundung. Jobs hat es dagegen auf freiwilliger Basis geschafft. Selbst wenn er heute seinen angefressenen Appel auf eine alte Olympia Schreibmaschine pappen würde – die rasende Meute würde morgens ab fünf Uhr Schlange stehen.

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Jetzt macht euch doch mal locker!

von Harry Kayne am Okt.11, 2010, unter Gesellschaft, Politik

Ja, und damit meine ich euch alle, ihr verklemmten Prinzipienreiter, Christen, Politiker, Moslems, Türken, Araber, Bayern, Ossis und Fischköppe. Es ist ja kaum noch auszuhalten, wie in diesem Land nur noch herum taktiert, paktiert, schwadroniert wird. Holt einer die verbale Keule raus, spielt ein anderer sofort die beleidigte Leberwurst, und der nächste beginnt sofort Verständnis zu heucheln und zu schleimen. Könnte ihm ja einen Vorteil bringen.

Und warum das ganze? Weil sich niemand mal so richtig entspannen will. Wenn ihr euren Arschmuskel mal lockert und die Möhre rausnehmt, kommt auch endlich mal ein entspannter Furz raus.

Soso, die ach so moralischen Christen fürchten also um ihre tolle Abendlandkultur. Selbst schieben sie zwar eine Geschichte aus Verbrennung, Unterdrückung und Massakern vor sich her. Turbanträger hatten sich mit den Kreuzrittern damals auch nicht unbedingt nur zu einer Skatrunde zusammengesetzt. Und fragen wir mal Schwule und Lesben, was sie von beispielsweise von katholischer Toleranz so halten. Dürfte nicht allzu viel sein.

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Ode an den Immobilienmakler

von Harry Kayne am Sep.23, 2010, unter Gesellschaft

Danke, dass es dich gibt. Was wären wir ohne dich, lieber Immobilienmakler?

Ohne dich hätten wir die Tür zum Objekt unserer Begierde nie gefunden, hätten den Schlüssel nicht ins Loch bekommen. Du bist wichtig. Teilst uns so viele Dinge noch einmal zusätzlich mit, die wir sowieso schon sehen. Du machst aus einem Fall für die Abrissbirne ein Haus „mit Potenzial“. Aus einer Hütte an der Schnellstraße ein „Objekt mit guter Verkehrsanbindung“. Holzfenster klemmen bei dir nicht, nein sie leben, sie atmen. Kunststoff verzieht sich zwar nicht, ist dafür aber so tot, sagst du. Und wir glauben dir. Denn du meinst es gut mit uns.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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