Es tut mir Leid, aber unsere Regierung muss weg
von Harry Kayne am Sep.22, 2010, unter Politik
Nein, das haben wir nicht verdient. Und irgendwie ist es Schade, dass ich an dieser Stelle so deutlich werden muss. Aber eine Regierung, die so offensichtlich gegen ihr eigenes Volk arbeitet, muss weg. Raus, ihr Westerwelles, Röslers, Abzockers, Industrieschleimers. Ihr hattet eine faire Chance, habt sie aber versemmelt. Ihr habt in unserer Landesführung nichts mehr zu suchen. Kann ich das so hart sagen? Yes, I can.
Was müssen wir denn noch alles ertragen. Zuerst euer Kaspertheater bei der Koalitionsbildung. Dann gibt es erstmal Begrüßungsgeld für die Hotelbranche. Steuern runter, aber nicht für uns. Immer wieder Geschwafel über sinkende Steuern, diesmal für uns, aber eigentlich nicht wirklich. Und jetzt wird es ja auch nichts. Trotz Guidos Masterplan.
Apropos. Unser Außenminister beschimpft uns als spätrömisch Dekadente, unsere Kanzlerin behauptet, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Ham wir nicht, die schon.
Thema verfehlt, Frau zu Guttenberg. Setzen
von Harry Kayne am Sep.14, 2010, unter Gesellschaft
Liebe Frau von und zu Guttenberg, es ist ja ganz nett von Ihnen, dass Sie sich für unsere Kinder mal etwas medienwirksam in die Brust werfen. Damit leisten Sie bereits deutlich mehr als die gesamte Bundesregierung, denen die Zukunft ihrer Bürger ja bekanntlich deutlich weiter am Arsch vorbei geht, als beispielsweise die der Autoproduzenten, Energiekonzerne und Banken.
Aber warum suchen Sie sich mit Pornografie ausgerechnet den ungefährlichsten Kindergefährder aus, um ihn zu verdammen. Unsere Eltern haben wir doch bestimmt schon alle mal beim Knattern erwischt. Pornos gibt es, seit es Zelluloid gibt. Und so richtig viel mehr sind sie in letzter Zeit auch nicht geworden. Und denken Sie auch an die vielen Arbeitsplätze, für die die Pornostars stehen.
Stuttgart 21: Staat zeigt seine Version der Demokratie
von Harry Kayne am Aug.27, 2010, unter Politik
Schöner als beim Monsterprojekt „Stuttgart 21“ kann unser heißgeliebter Staat gar nicht zeigen, was er von echter Demokratie hält. Da ist eine ganze Stadt gegen das wahnwitzige Vorhaben, einen unterirdischen Schnellbahnhof zu bauen, und trotzdem baggern die Bagger munter weiter. Dass das ganze so nützlich ist wie ein verstopftes Bahnhofsklo und so günstig wie ein Weltraumprogramm – wen stört’s? Alles nur Querulanten. Wissen nicht, was gut für sie ist. Alles für den Aufschwung.
Wie es auch Die Ärzte in ihrem sehr treffenden Lied „Die klügsten Männer der Welt“ besingen, tun auch hier die Stuttgarter Geistesleuchten genau das, was sie tun müssen. Und notfalls muss man dem Dummvolk auch mal zeigen, wo der städtebauliche Hammer hängt.
Großer Gorilla grinst ganz gerne
von Harry Kayne am Aug.26, 2010, unter Unterhaltung
Also ehrlich. Wenn der Bild schon ein im Sessel sitzender, sabbernder Köter eine Schlagzeile wert ist, bringe ich hier einfach mal eines meiner Lieblingsfotos, die ich im Dschungel von Ruanda geschossen habe. Vielleicht interessiert es ja.
Nachdem gut eine Stunde lang der Regen geprasselt war, kam die Sonne raus. Ich habe selten ein so friedliches, glückliches Bild gesehen wie von diesem Berggorilla, der die Sonnenstrahlen einsammelte. Aber seht selbst.
Als die Himmelsschleusen noch offen waren, hatten die Berggorillas noch so gekauert. War auch sehr unangenehm.
Ach ja, weil Medien gerne mal Bilder verwenden, die sie im Internet gefunden haben, folgendes: Jeder darf das Bild kostenlos nutzen, außer natürlich für sinnentstellende Dinge wie etwa Nazi-Scheiße. Als Quelle gebt ihr dann aber bitte mein Wörterkraftwerk.de an.
Wissenschaftler enthüllen: Hupen bringt nichts
von Harry Kayne am Aug.20, 2010, unter Gesellschaft
Sie hämmern den Handballen auf den Knopf und lassen ihn gern ein paar Sekunden drauf. Gern begleitet von etwas unanständigem Verbalem. Doch Wissenschaftler enthüllen nun: Das bringt nichts.
In einer aufwändigen Studie fanden Forscher des Vierrad-Instituts in Vorderheinzbach folgendes heraus: Fußgänger, Fahrradfahrer und andere Autofahrer lösen sich nicht in Luft auf, wenn man lange genug die Hupe betätigt. Ebenso öffnet sich trotz Hupvorgangs keine Bodenluke, die den störenden Verkehrskontrahenten verschluckt. Es öffnet sich nicht wie von Geisterhand eine Lücke im Verkehr, durch die der Behupte verschwinden kann, und er beginnt sich auch nicht zu entschuldigen. Selbst störende Bäume bleiben einfach stehen.
Um das herauszufinden verbrachten die Wissenschaftler über sechs Monate lang auf großstädtischen Verkehrsinseln, wo sie in Zelten übernachteten und ihre Ergebnisse gleich vor Ort auswerteten.
Mein Urlaub für den Aufschwung
von Harry Kayne am Aug.20, 2010, unter Wirtschaft
Ursula Frerichs vom Unternehmerverband mittelständische Wirtschaft hat Recht: Wir alle sollten auf zwei Wochen Urlaub verzichten. Das heißt, wenn wir sie überhaupt noch genommen haben. Alles für den Aufschwung. Denn er ist alles, was wir Deutschen noch haben. Für ihn lohnt es sich zu leben und totzuarbeiten.
Ich gehe noch etwas weiter und möchte hiermit komplett auf meinen Urlaub verzichten. Für die Konjunktur. Und um noch mehr zu leisten, werde ich meinen Haushalt auflösen, um künftig im Büro zu übernachten. Ich steige auf Fastfood um. Weg mit elend langen Mittagspausen. Sie schädigen nur unsere glorreiche Wirtschaft. Vorbei ist es auch mit anderen Zeitfressern wie Fernsehen, Sport, Kino. Ich will arbeiten und nicht einkaufen. Ach nein, shoppen sollen wir ja immer noch. Einer muss den Mist ja kaufen, den die Unternehmen fabrizieren.





