Tag: angela merkel
Angela Merkels schwierige Verhältnisse
by Harry Kayne on Jul.26, 2010, under Politik
Warum habe ich Stephan Ueberbachs tollen Kommentar eigentlich erst heute gelesen? Schon Anfang Juni ist dem SWR-Journalisten deutlich lesbar der Kragen geplatzt. Warum? Nun, unsere hochgeschätzte Chef-Volksvertreterin Angela Merkel meinte in einer Rede, wir – also vermutlich wir alle – hätten in der Vergangenheit über unsere Verhältnisse gelebt.
Danke lieber Herr Ueberbach für den korrekten, verbalen Wutausbruch. Punktgenau geschrieben, bestens formuliert und rundum richtig. Ihr findet ihn hier.
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Gewaltbereit, immer bereit
by Harry Kayne on Okt.24, 2009, under Gesellschaft
Neue Zeiten brechen an. Endlich. Der Mann zählt bald wieder als Mann, der Jugendliche auch. Immer die Faust in der Tasche, immer bereit, dem anderen gepflegt eine runter zu hauen. So wie das früher auch üblich war, als die Frauen noch Fell hatten und die Männer sich noch ohne Navi in der Welt zurecht fanden.
Heute Nacht zum Beispiel wurde ich Zeuge, wie sich zwei aufrecht gehende Gestalten in einem Schnellrestaurant gegenseitig lustvoll die Fresse färbten. Streitthema war, soweit ich das richtig mitbekommen hatte, ein Trinkröhrchen. Und als Grund finde ich das überhaupt nicht zu wenig. Denn wenn mir ein anderer an mein Röhrchen geht, würde auch ich ihm kräftig eine tachteln. Macht man ja schließlich so als zivilisierter Mensch. Keine Zeit für Diskussion. Die Faust ist das bessere Argument – und sie macht nicht so einen Lärm wie das andauernde Geschwafel beim Ausdiskutieren.
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Opel-Quatsch wird zum Sommertheater
by Harry Kayne on Aug.26, 2009, under Politik, Wirtschaft
Die Geschichte, um die Rettung des siechen Autoschraubers Opel mutiert langsam aber sicher zum Sommertheater. Nur erfordert es einen sehr schwarzen Humor, um sich für diese Schmierenkomödie zu erwärmen.
Wir haben einerseits General Motors (Amerikaner), der mittels der staatlichen Injektionsnadel wieder zum Leben erwacht ist. Und wir haben andererseits deutsche Politiker, die ein Erfolgserlebnis brauchen, um nicht letztendlich alle Stimmen an die Piratenpartei oder Horst Schlämmer zu verlieren.
Und inzwischen wirkt das ganze wie ein Boxkampf, bei dem der größere Boxer einfach den Kopf des anderen Boxers von sich weg drückt. Und was der andere produziert ist nur ´ne Menge Wind. Die Amis baden in ihrer eigenen Arroganz und zeigen den deutschen Hirnies, was ihr Krakele gegen einen echten Kapitalisten erreichen kann: Nämlich nichts. Am Ende werden Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wieder einmal ziemlich wenig erreicht, dafür aber ziemlich viele Kilometer verflogen haben.
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Geburtstags-Sause für Ackermann: Es fehlt das Taktgefühl
by Harry Kayne on Aug.25, 2009, under Politik, Wirtschaft

Damit die Politik sauber wird: Die Waschmaschine in Berlin (Foto: Martin Künzel / Wikipedia)
Ach herje, da kämpfen unsere lieben Politiker vehement um jede noch so leise Stimme, und nun das: Frau Merkel lädt mit Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann einen der bestbezahlten Wirtschaftsbosse unseres Landes zu sich in die Waschmaschine (Foto) ein und lässt den Steuerzahler mal eben eine nette Runde Fresschen spendieren. Kosten 2.100 Euro fürs Personal plus X fürs Futter.
Natürlich scheißt der Teufel immer auf den größten Haufen, das wissen wir nicht erst seit Ackermann, Wiedeking, Esser und wie sie noch alle heißen. Aber eine Frage muss trotzdem sein: Konnten Merkel und Acki die Sause nicht aus eigener Tasche finanzieren? Oder war die Rate fürs Haus fällig, und beide waren gerade klamm?
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Die deutsche Wirtschaft outet sich
by Harry Kayne on Dez.05, 2007, under Wirtschaft
Es ist das Coming-out des Jahres. Unsere liebe deutsche Industrie hat mal wieder gezeigt, was ihr tatsächlich wichtig ist: Geld. Und für was sie sich einen Scheiß interessiert: andere Menschen. Danke für diese eindrucksvolle Demonstration. Jetzt weiß ich, welche Leitlinien wirklich die Geschicke unserer Wirtschaftsbosse flankieren.
Da hatte doch unsere Bundeskanzlerin die Frechheit, das tibetanische Oberhaupt, den Dalai Lama zu einem Besuch zu empfangen. Da aber Tibet um seine Unabhängigkeit kämpft, China aber das Dach der Welt gerne in den eigenen Sozialistenzirkus eingemeinden will, gab es Stunk mit den gelben Menschen unter der roten Fahne. „Wenn ihr mit dem Lama sprecht, reden wir nicht mehr mit euch“ – so oder so ähnlich dröhnte es plötzlich aus dem fernen Peking. Eigentlich ein blöder Spruch, der besser zu einem eingeschnappten Teenager passt, als zu einem Staatsmann. Aber so sind die Chinesen. Rollen mal eben die Weltwirtschaft von hinten auf, aber ihre Führer benehmen sich dabei wie die Kinder. Wohlgemerkt: Der Dalai Lama ist der Friedensnobelpreisträger von 1989 und nicht irgendein speckiger Rebellenführer.
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