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Schmeißfliegen-Alarm: Mehr Netto macht die Banken geil
by Harry Kayne on Jan.18, 2010, under Finanzen
Wenn ich einmal eines schönen Tages einen großen Haufen in den Wald scheiße, rücken sofort jede Menge Schmeißfliegen an, um sich über die frische Leckerei her zu machen. Dem Hund im Stadtpark oder an der Bushaltestelle geht es nur unwesentlich anders.
Finanzberater verhalten sich kaum besser als unsere geflügelten Freunde mit den Komplexaugen. Zwar stehen sie nicht so offensichtlich auf Scheiße, dafür aber unsere hart verdiente Kohle. Jüngstes Beispiel ist das Anfang dieses Jahres in Kraft getretene Bürgerentlastungsgesetz. Zur Erinnerung: Vatter Staat erlaubt uns gnädigerweise, ein paar der überteuerten Pflichtversicherungen von der Steuer abzusetzen (Beispiele hier).
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Jetzt lasst doch den Bankern bitte ihren Bonus!
by Harry Kayne on Okt.20, 2009, under Finanzen, Gesellschaft, Wirtschaft
Also ehrlich mal, jetzt reicht es wirklich. Da muss sich schon die große und traditionell irgendwie schon liebgewonnen arrogante Bank Goldman Sachs zu einer Imagekampagne hinreißen lassen? Das hat sie einfach nicht verdient. Und überhaupt: Wann soll sie denn dann noch andere Leute abzocken? Hat sie doch gar keine Zeit mehr für.
Und lasst mir auch bitte mal den armen Dirk Jens Nonnenmacher von der HSH Nordbank in Ruhe. Er hat doch nichts Schlimmes getan. Er hat immerhin schon fast ein ganzes Jahr lang an der Spitze einer Bank ausgehalten, die es in dieser Form eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Und dann hat er auch noch eine Mehrfachfunktion ausgeübt. Also wenn das nicht mal ein paar Milliönchen wert ist, dann weiß ich auch nicht mehr.
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Der coole Coup des HSH-Nordbank-Chefs
by Harry Kayne on Jul.18, 2009, under Finanzen, Politik, Wirtschaft
Richtig, Herr Steinbrück, da könnte einem wirklich der Kragen platzen – und der Sack und die Geduld. Da stützt man mit der Kraft der Millionen Steuerzahler die marode HSH Nordbank und rette sie vor der eigentlich wohlverdienten Pleite. Und schon greift sich Bank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher mal eben 2,9 Millionen Euro Bonus. Ganz bescheiden und demütig und natürlich wohlverdient. Da kann einem nicht nur der Kragen platzen sondern noch einiges mehr. Um es mal deutlich zu sagen. Der Nonnenmacher hat uns wirklich gefickt.
Meine Frage lautet nun aber, warum unser Rechtsstaat noch immer so laxe (oder gar keine?) Regeln zum Thema Ethik und Haftung in der Wirtschaft hat. Der Freispruch vom alten Raffzahn Klaus Esser, dem Ex-Vorstand von Mannesmann, sprach ja schon damals Bände. Ein Jahr im Vorstand, eine sauteure Übernahme-Abwehrschlacht grandios vergeigt und das Unternehmen ans Messer geliefert – und als Dankeschön eine Abfindung von 31 Millionen Mark kassiert. Doch das Gericht konnte ihm nix nachweisen. Wie auch?
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Vorsicht vor den Gold-Idioten
by Harry Kayne on Jul.03, 2009, under Finanzen
Der Wahnsinn um die vermeintlich so sichere Geldanlage Gold treibt immer bescheuertere Blüten. „Gold to go“ ist eine der neuesten Errungenschaften. Die Firma „TG Gold Super-Markt.de“, die mit Gold handelt und auch Ihnen Ihre Backenzähne abkaufen würde, will bundesweit Automaten aufstellen, die Gold ausspucken. Natürlich nur im Tausch gegen das ach so wertlose schnöde Papiergeld. Gold ziehen wie ´ne Cola, frisch aus dem Goldautomat. Gold wird Allgemeingut.
Ich habe schon einigen Wahnsinn an den Kapitalmärkten miterlebt, und ziehe daraus folgenden Schluss: Der Plan der Online-Barrenbude ist ein neues Zeichen, dass der Gold-Hype bald vorbei ist. Es ist genau wie im Jahr 2000: Jeder wollte Aktien haben, jeder fragte nach Aktien und las sogar auf dem Scheißhaus das „Handelsblatt“ oder den „Aktionär“. Wäre ein Aktienautomat technisch möglich gewesen, es hätte ihn gegeben.
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Neues aus dem Bankleben
by Harry Kayne on Mai.13, 2009, under Finanzen
Sie hat wieder zugeschlagen. Melanie Bergermann, Redakteurin bei der „Wirtschaftswoche“ zeigt einmal mehr, wie es in Deutschlands Banken zugeht. Es ist eine Mischung aus Verkaufsdruck, täglichem Terror und Menschenverachtung bis hin zur persönlichen Beleidigung, die Bankberater über sich ergehen lassen müssen. Nachzulesen in Bergermanns neuestem Bericht „Bankberater: Vertrauen verspielt“ und natürlich in ihrem grandiosen Vorgänger „Bankberater packen aus“, für den sie den wohlverdienten Henri-Nannen-Preis kassierte.
Endlich einmal hatte ein Magazin richtig gezeigt, wie es hinter den Schaltern deutscher Geldinstitute wirklich zugeht, und wie wenig für eine Bank der Kunde zählt. Und wenn Bergermann auch mit herrlicher Süffisanz die Dementis der Banken immer wieder einstreut (sie muss es ja tun), die Berichte stimmen von vorn bis hinten. Denn viele der geschilderten Erlebnisse sind auch mir widerfahren.
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