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Tag: fdp

Mir reicht’s! Ich trete zurück

by Harry Kayne on Jun.18, 2010, under Politik

Deutschland ist im Rücktrittsfieber. Jeder, der irgendwie was verbockt hat, irgendwo gegen eine Wand gelaufen ist, einschnappt oder einfach keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße hat, tritt heutzutage ab: die hessische Spätlese Roland Koch, der weinende Horst Köhler, vielleicht bald der gescheiterte Philipp Rösler und hoffentlich auch der unmögliche Guido Westerwelle. Ein neuer Trend hat Deutschland erfasst: Statt dem Schritt nach vorn gibt es nun den Tritt zurück.

Ich schließe mich der Sache an und trete ebenfalls zurück, als Bürger der Bundesrepublik, als Steuerzahler, als Denkender – als Blogger aber nicht. Ich distanziere mich entschieden von diesem Land und seiner Führung. Ich werde meine Steuern nicht mehr zahlen und ab heute nur noch neben den Bürgersteigen gehen. Okay, die öffentlich-rechtlichen Sender schaue ich eh schon nicht, aber ab jetzt kann die GEZ mal gepflegt die Steuern für ihren Florian Silbereisen woanders kassieren, bei mir nicht mehr.

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Die SPD ist nicht zurück – sie stinkt nur am wenigsten

by Harry Kayne on Mai.10, 2010, under Politik

Politiker sind Weltmeister darin, Wahlergebnisse falsch zu deuten. So ist es wurscht, welche SPD-Blinse man derzeit zum Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen (NRW) befragt. „Die SPD ist zurück“, wird sie zweifellos skandieren. Und schlimmer kann sie die Gefühle des deutschen Wählers gar nicht missverstehen.

Denn wer die Wahl zwischen fünf Scheißhaufen hat, wird natürlich den nehmen, der am wenigsten übel stinkt. Das macht ihn aber noch lange nicht zu einem Blütenpotpourri. Ein Unterschied, den die SPDler noch nicht ganz verinnerlicht haben.

Zur Bundestagswahl im Herbst 2009 war die FDP noch der am wenigsten müffelnde Scheißhaufen. Das hatte aber auch Guido Westerwelle mit echtem Zuspruch verwechselt – kurz bevor er sich das Gehirn rausnehmen ließ. Die Quittung hat er jetzt bekommen.

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Au weia: Westerwelle im Rampenlicht

by Harry Kayne on Mrz.14, 2010, under Politik

Wie traurig. Da konnte unser neuer Außenminister Guido Westerwelle jahrelang schön unauffällig in der Opposition rumfuhrwerkeln, und keinen Arsch hat es interessiert. Weil sich eben generell kein Arsch für die Stänkerköppe aus der Opposition interessiert. Haben ja nix zu sagen, nix zu melden und nix zu bestellen.

Nun ist die alte Westerwelle aber durch ein paar Protestwähler ins Rampenlicht geschwappt worden, und plötzlich guckt alle Welt hin, was unser Guido denn da macht. Ist natürlich schön, nach jahrelanger Bedeutungslosigkeit endlich mal beachtet zu werden. Aber irgendwie auch peinlich. Denn nun interessiert sich die böse Welt da draußen auch für seine Reisebegleitungen, Partnerschaften und sogar seine wenigen Gedanken. Noch schlimmer: Und sie schreibt auch noch darüber.

Denn Außenminister müssen uns in der Welt repräsentieren, müssen loyal sein und dürfen vor allem keine Vetternwirtschaft betreiben.

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Offener Brief an Guido Westerwelle

by Harry Kayne on Feb.12, 2010, under Politik, Wirtschaft

Lieber Herr Westerwelle,

ich schreibe Ihnen als Vertreter des von Ihnen so geschätzten Mittelstands. Ich bin zwar keine verheiratete Kellnerin, zähle mich aber zur arbeitenden Bevölkerung und nicht zu den faulen Kackbratzen, die sich mit Hartz IV auf die faule Haut legen (gefällt Ihnen die Wortwahl?).

Zunächst muss ich Sie jedoch fragen: Haben Sie eigentlich ihr Gehirn eingeschaltet, es vielleicht sogar irgendwann mal benutzt, oder haben Sie einfach nur nicht alle Tassen im Schrank? Gerade letzteres liegt ein bisschen auf der Hand. Denn die Hartz-IV-Unterstützung mit einem anstrengungslosen Wohlstand zu vergleichen, erfordert entweder eine Menge Fantasie oder eben jene Weltfremdheit, die in unserer Politiklandschaft leider schon viel zu stark um sich greift.

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Neuer bedenklicher Trend: Das Scheiße-Labern

by Harry Kayne on Feb.04, 2010, under Gesellschaft

Wie schön war doch die Zeit, als interviewte Menschen noch wirklich Substanz in ihre Worte legten, vor dem Reden nachdachten und sich nicht als abgehobene Bessergestellte präsentierten. Das ist heute anders. Heute gibt es die Scheiße-Laberer.

Jüngstes Beispiel ist unser Volksvertreter (!) Philipp Rösler, seines Zeichens Gesundheitsminister. „Sonst kann man ja auch wechseln“, schnöselte der Aufsteiger besorgten Normalsterblichen entgegen, die vom Dauerblechen an die Krankenkassen berechtigterweise die Schnauze voll haben.

Dass es langsam schwierig wird, eine Krankenkasse zu finden, die nicht andauernd die Gichtgriffel aufhält, das käme dem FDPler nicht in den Sinn. Wie auch? Seine Wähler sind zum größten Teil privat krankenversichert und auf drei Heiermänner im Monat nicht wirklich angewiesen. Ob Rösler selbst auch den Gruppentarif nutzt, den die FDP-Flitzpiepen bei der DKV bekommen? Wer weiß. Es würde zumindest seine Antwort erklären.

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Das Grinsen des Guido Westerwelle

by Harry Kayne on Sep.30, 2009, under Politik

Guido grinst gern

Guido grinst ganz gern (Foto: Dirk Vorderstraße/ Wikipedia)

Wie er sich brüstet und neben unserer Alt-und-wieder-Kanzlerin Angela Merkel einher gockelt. Ja, diese Tage sind die Tage des FDP-Chefs Guido Westerwelle, dem Mann, der es nach langen Jahren als Nachtschattengewächs endlich ins Rampenlicht der politischen Bühne geschafft hat.

Und so grinst er auch: Wie ein Mann, der endlich was bedeutet, der endlich auch mal gefragt wird (sogar auf Englisch). Wie ein Mann, der nicht mehr andauernd ungefragt herumgiften muss, wie es einem Oppositionsknilch nun mal gebührt. Aber jetzt nicht mehr, nicht mit Guido. Und so grinst er auch.

Mal sehen, welche Wellen der Guido auf der internationalen Bühne schlägt. Das in kurzer Zeit populär gewordene Youtube-Video, in dem er seine Englisch-Kenntnisse demonstriert, lässt ja vieles hoffen.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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