Tag: fernsehen
Schreckliche Erkenntnisse beim Einbürgerungstest
by Harry Kayne on Apr.26, 2010, under Unterhaltung
Ja, ich gebe zu, ich habe den großen Einbürgerungstest bei RTL2 gestern gesehen. Und ja, so richtig spannend war er nicht. Dafür hat unser Lieblingsschnatterinchen Gülcan Kamps so viel geschnattert wie eine ganze Entenfarm. Und mit Jana Ina (was macht die doch gleich?) hatte sie eine kongeniale Partnerin. Sonja Zietlow war cool und zuverlässig lustig wie immer. Und dass Sex- und Hirnkanone Achim Mentzel das Ding am Ende gewinnt, war auch klar. Somit also nix neues.
Erschreckend war dagegen, dass tatsächlich drei der anwesenden Schüler den Test verhauen haben. Und da waren ja nur 26 der 50 Fragen richtig zu beantworten. Fragen, was die Abkürzung CDU bedeutet – und nein, es ist nicht die Coole Deutsche Unterschicht. Wer mag nur per Gesetz in die eigene Wohnung dürfen? Der Nachbar? Oder gar der Postbote? Oder doch nur der Vermieter. Und wo mag Berlin liegen? Knifflige Fragen, die so einen armen Schüler, der ja sonst kaum mit Bildung in Berührung kommt, ganz schön schaffen können. Wie peinlich.
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Der einfache Plan der Gina-Lisa Lohfink
by Harry Kayne on Nov.10, 2009, under Unterhaltung
Auch wenn jetzt wieder alle fragen, warum ich so einen Dreck überhaupt schaue: Das Beinahe-Topmodel und Überflüssikum Gina-Lisa Lohfink hat mir in der Oliver-Pocher-Show klargemacht, was in meinem Leben bisher schief gelaufen ist. Ich hatte bis jetzt einfach keine Peilung. Sie dagegen hat eine klare Vorstellung davon, was sie mit ihrem Leben anfangen will.
Und so läuft der Lohfink-Plan: Mit 25 Jahren will sie ihrer Familie ein Haus schenken („Aber nicht so ein einfaches, denn die haben ja ganz schöne Ansprüche“). Und mit 27 soll endlich ein Lamborghini in ihrer Garage stehen. Davon abgesehen, was sie mit so einem komischen Auto will, ist das doch mal ein straffer und gut geplanter Plan.
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Pro7, Sat.1 und Kabel 1: We love to kassier you!
by Harry Kayne on Okt.28, 2009, under Unterhaltung
Und schon wieder versucht jemand, aus einem großen Haufen Scheiße Bonbons zu machen. Diesmal ist es der geschätzte Medienkonzern ProSiebenSat.1, der wohl demnächst Gebühren für seine gesendeten Kleinods erheben wird. Mit im Boot ist der Resteverwerter Kabel 1, auf dem die Fernsehmacher immer leicht verschämt die Spreu aus ihren Hollywood-Deals versenden.
Nur kommt mir die neue Ambition irgendwie so vor, als würde jemand auf dem Bahnhofsklo scheißen gehen und dafür noch eine Prämie verlangen. Wie sonst könnte ein Fernsehsender auf die Idee kommen, für die Gnade, die ihm mit jedem freiwilligen und nicht geisteskranken Zuschauer widerfährt, auch noch eine Gebühr abkassieren zu wollen. Hat den Herrschaften die Selbstüberschätzung das Gehirn verpestet? Oder haben sie allesamt zu oft und zu nah an den Sendemasten übernachtet? Man weiß es nicht.
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Scheiß auf die Scheibe! Carglass enerviert, Carglass tauscht aus
by Harry Kayne on Okt.06, 2009, under Unterhaltung
Es ist an der Zeit, dem derzeit wohl penetrantesten, widerlichsten und nervigsten Werbespot der Fernsehwelt ein Blog-Denkmal zu setzen. Die Typen, die diesen Haufen dampfender Monteurs-Kacke abgesondert haben, hatten wohl selbst einen ziemlichen Riss in der Scheibe. Es geht um den Spot mit dem Sprung: den Carglass-Spot.
Der Spot-Plot im Überblick: Ein ziemlich unsicher wirkender aber fachlich hochkompetenter Bewohner der Scheibenwelt spricht mit halbfester Stimme in die Kamera. Oh nein, so ein böser Steinschlag, mitten in die Lapichte! Was da passieren kann. Kaum mit überhöhter Geschwindigkeit über einen stummen Polizisten gefahren, krack!, kann die Scheibe reißen – teilt uns der nervige Werbe-Azubi altklug mit. Aber Gott sei Dank gibt es ja die Jungs von Altglass. Die kitten den Sprung in der Schüssel sofort.
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Volle Kanne in die Idiotie! Ich werde jetzt auch Popstar
by Harry Kayne on Sep.25, 2009, under Unterhaltung
Ich habe mich gestern Abend entschieden. Auch ich will jetzt endlich Popstar werden. Wie schön das wird, zeigte mir gestern der Dokumentarsender Pro7: Direkt nach Las Vegas fliegen, von Teddy Soost kräftig erniedrigen lassen, Jury-Mitglied Michelle Leonard wie eine Puffmutter im Sessel fläzend ertragen und Alex Christensens Gedödel geflissentlich ignorieren. Ein herrlicher Gedanke.
Und ich finde es auch angemessen, wie subtil die Sendung mit dem schönen Ziel, Popstar zu werden, umgeht. Denn schließlich ist es ja das höchste, edelste und menschlichste Ziel, sich für ein paar Monate durch eine Geldmaschinerie drehen, von Plattenproduzenten ficken und dumme Teenager kreischen zu lassen. Und anschließend fallengelassen werden und zurück in die Gosse, aus der ich kam. Nach dem Alkohol-Entzug ein Buch schreiben, auf die bösen, bösen Kapitalisten schimpfen und traurig sein. Ja, ich will.
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Armes Fernsehen! Schumi kneift den Auspuff ein
by Harry Kayne on Aug.11, 2009, under Sport
Heute ist für den echten Formel-1-Fan mit Benzin in den Adern, zwölf Zylindern im Herzen und 2 Kpa Druckluft im Kopf wohl der Tag des Untergangs. Michael Schumacher, die rote Ikone der Breit-Spur-Athleten, kann nicht nicken und schüttelt deshalb den Kopf zu seinem Comeback. Der Nacken schmerzt halt noch zu sehr, weil Schumi im Februar zu blöd war, vernünftig Motorrad zu fahren.
Katastrophal ist dieser Rückwärtsgang auch für die gesamte Formel-1-Industrie, wenn wir das mal so bezeichnen wollen. Denn wie auch schon Kaiser Franz Beckenbauer hätten auch Millionen Deutsche endlich einmal wieder den Fernseher eingeschaltet, wenn nachts die Motoren den Mond anheulen. Nachdem der deutsche Meister gegangen war, hatten sich ja nicht mehr allzu viele Zuschauer für die roten Rennbahnrüpel interessiert. Schade, nun verharrt die Einschaltquote wohl doch irgendwo zwischen 9live und dem Spitzenspiel der 2. Bundesliga am Montag.
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