Tag: Finanzen
Die rätselhafte Stimmungsschwankung der Börsianer
by Harry Kayne on Nov.23, 2009, under Finanzen
Börsianer oder auch Spekulanten, Investoren und ähnliches Geldgesocks sind eine rätselhafte Spezies. Vor allem ihre Stimmungsschwankungen stellen selbst die einer Frau kurz vor der Menstruation ganz locker in den Schatten.
Denken wir nur einmal zurück in den Frühjahr. Das ist im normalen Leben kein allzu großer Zeitsprung, in Börsenzeit dagegen eine halbe Ewigkeit. Einen Dax-Stand von unter 3.000 Punkten sagte das uniforme Heer der Analysten voraus. Und mit steigenden Kursen wird das so schnell nix mehr. Der Börsensaal war voll mit flennenden Händlern. Investmentbanker war zum Schimpfwort geworden.
Alles war nur noch dramatisch: der Einbruch der Industrieproduktion, des Exports, des Handels, der Manager-Bonis, der Gesundheitszustand von Patrick Swayze und Robert Enke – bei letzterem wusste das nur keiner.
Den besonders schönen Blödsinn des Online-Instituts Saxo Bank gibt es nochmal hier.
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Gold: Wer macht da heimlich Kasse?
by Harry Kayne on Aug.27, 2009, under Finanzen
Es scheint, irgendwo jemanden zu geben, der nicht der Meinung ist, man müsse sich zurzeit mit Goldbarren eindecken. Privatanleger sind es jedenfalls nicht. Die kaufen noch immer wie bescheuert, als müssten sie Haus und Gartenzaun morgen golden anmalen. 211.500 Unzen haben Anleger am Dienstag, 25. August 2009, allein in den Gold-ETF von ETF Securities geballert. Das sind 6,6 Tonnen und entspricht einem Goldwürfel mit einer Kantenlänge von 70 Zentimetern. An einem Tag!
Und trotzdem ruht der Goldpreis noch immer festgemauert bei rund 950 Dollar pro Unze. Dort war er schon zu Jahresbeginn. Die Frage lautet also: Wer drückt den Preis? Wer weiß mehr und macht heimlich Kasse? Sind es tatsächlich die Inder, die ihre Bräute nun doch nicht komplett behängen sondern nur zur Hälfte? Vielleicht.
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Jim Rogers is back – der zynische Rohstoffzwerk nervt wieder
by Harry Kayne on Aug.12, 2009, under Finanzen, Wirtschaft
Nun ist er also mal wieder da: Der kleine dickliche Mann mit dem schütteren Haar, dem selbstgefälligen Grinsen und der stets unfassbar geschmacklosen Fliege gibt wieder tolle Empfehlungen für lauschwillige Anleger. Sri Lanka heißt der neue heiße Aktienmarkt des Jim Rogers, auf dem die Geldsucher nun fündig werden können. Nun da der Krieg vorbei ist, gehe es ans Verdienen. Nach dem Motto: Flaut der Sturm ab, kommen die Schmeißfliegen.
Dabei war Jims letzter großer Tipp alles andere als roger. Wie lange ist er uns mit seinem endlos wiederholten Geschwafel, man solle doch Rohstoffe kaufen, auf die Brötchen gegangen? Bis Mitte letzten Jahres, also kurz bevor die Rohstoffpreise zusammengefallen sind wie ein durchlöcherter Weizensack.
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Jim Rogers ist zurück – der zynische Rohstoffzwerg nervt wieder
by Harry Kayne on Aug.12, 2009, under Finanzen
Nun ist er also mal wieder da: Der kleine dickliche Mann mit dem schütteren Haar, dem selbstgefälligen Grinsen und der stets unfassbar geschmacklosen Fliege gibt wieder tolle Empfehlungen für lauschwillige Anleger. Sri Lanka heißt der neue heiße Aktienmarkt des Jim Rogers, auf dem die Geldsucher nun fündig werden können. Nun da der Krieg vorbei ist, gehe es ans Verdienen. Nach dem Motto: Flaut der Sturm ab, kommen die Schmeißfliegen.
Dabei war Jims letzter großer Tipp alles andere als roger. Wie lange ist er uns mit seinem endlos wiederholten Geschwafel, man solle doch Rohstoffe kaufen, auf die Brötchen gegangen? Bis Mitte letzten Jahres, also kurz bevor die Rohstoffpreise zusammengefallen sind wie ein durchlöcherter Weizensack.
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Abwrackprämie, die teuerste Spinnerei, seit es Autos gibt
by Harry Kayne on Aug.11, 2009, under Wirtschaft
Sie ist die Augenwischerei des Jahrhunderts und sollte der Wirtschaft einen
nachhaltigen Wachstumsimpuls geben, die Abwrackprämie. 5 Milliarden Euro ist der aus unseren unerschöpflichen staatlichen Finanzmitteln gespeiste Fördertopf insgesamt groß. 5 Milliarden für des Deutschen liebstes Spielzeug und seine liebste Industrie.
Und nun? Nun haben wir erfolgreich die Pleite von ein paar Tausend Autohäusern herausgezögert. Nun haben rund 2,5 Millionen Deutsche ein neues Auto. Nun hat ganz Afrika unsere alten Rostschüsseln. Die konnte man ja noch nehmen. Soooo schlecht waren die ja gar nicht, warum also wegschmeißen? Und ebenfalls nun hat unser Vaterlands-Etat einen um 5 Milliarden Euro erhöhten Schuldenberg – so hoch wie der Schrottberg, den wir produziert haben. Und wir alle dürfen ihn gemeinsam verzinsen (für die Bundesschatzbrief-Anleger). Und im Idealfall zahlen wir sogar einige Schulden zurück.
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Der coole Coup des HSH-Nordbank-Chefs
by Harry Kayne on Jul.18, 2009, under Finanzen, Politik, Wirtschaft
Richtig, Herr Steinbrück, da könnte einem wirklich der Kragen platzen – und der Sack und die Geduld. Da stützt man mit der Kraft der Millionen Steuerzahler die marode HSH Nordbank und rette sie vor der eigentlich wohlverdienten Pleite. Und schon greift sich Bank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher mal eben 2,9 Millionen Euro Bonus. Ganz bescheiden und demütig und natürlich wohlverdient. Da kann einem nicht nur der Kragen platzen sondern noch einiges mehr. Um es mal deutlich zu sagen. Der Nonnenmacher hat uns wirklich gefickt.
Meine Frage lautet nun aber, warum unser Rechtsstaat noch immer so laxe (oder gar keine?) Regeln zum Thema Ethik und Haftung in der Wirtschaft hat. Der Freispruch vom alten Raffzahn Klaus Esser, dem Ex-Vorstand von Mannesmann, sprach ja schon damals Bände. Ein Jahr im Vorstand, eine sauteure Übernahme-Abwehrschlacht grandios vergeigt und das Unternehmen ans Messer geliefert – und als Dankeschön eine Abfindung von 31 Millionen Mark kassiert. Doch das Gericht konnte ihm nix nachweisen. Wie auch?
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