Tag: general motors
Ich will jetzt auch staatliche Hilfe
by Harry Kayne on Feb.10, 2010, under Politik, Wirtschaft
Ort meiner Erlösung - das Bundesministerium der Finanzen in Berlin (Foto: Peter Kuley/Wikipedia)
Ich habe einen Plan, wie ich meine chronische Unterfinanzierung endlich in den Griff bekomme. Ich beantrage Staatshilfe. Ich denke, anderthalb Millionen Euro reichen für die kommenden zehn Jahre oder so aus. Das heißt, wenn ich es nicht einem Finanzberater in der Bank anvertraue.
Die Voraussetzungen für staatliche Hilfe erfülle ich ja: Ich verprasse leidenschaftlich gerne Geld. Ich habe nichts Vernünftiges gelernt, schon gar nicht aus eigenen Fehlern. Ich halte sehr viel von mir, und täglich wird es mehr. Und zur Not gehe ich auch mal mit einem Politiker ins Bett.
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Opels Schicksal und General Motors’ Stinkefinger
by Harry Kayne on Nov.04, 2009, under Politik, Wirtschaft
Herrlich, jetzt haben die amerikanischsten aller Autobauer einmal mehr gezeigt, was sie von deutschen Wünschen, Bevormundungsversuchen und Sozialverträglichkeit halten: Nichts. Lang und dick wie ein Auspuffrohr recken sie ihren Stinkefinger gen Bundesregierung und ihre vielen Opel-Wünsche und hinterlassen damit bloßes Entsetzen. Vor allem bei denen, die mit wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht so ganz üppig bestückt sind. Und das sind nicht wenig.
General Motors will also doch den deutschen Vorzeigebetrieb Opel behalten und wird ihn wahrscheinlich auf die amerikanische Art sanieren. Es wird also Tote geben und mindestens jede Menge Arbeitsplätze weniger. Wer so naiv war, zu meinen, er könnte die Entscheidungen der General-Strategen beeinflussen oder mit deutschem Steuergeld bestechen, der weiß es nun besser. Peinlich und irgendwie lustig zugleich. Wenn es nicht so traurig wäre.
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Opel-Quatsch wird zum Sommertheater
by Harry Kayne on Aug.26, 2009, under Politik, Wirtschaft
Die Geschichte, um die Rettung des siechen Autoschraubers Opel mutiert langsam aber sicher zum Sommertheater. Nur erfordert es einen sehr schwarzen Humor, um sich für diese Schmierenkomödie zu erwärmen.
Wir haben einerseits General Motors (Amerikaner), der mittels der staatlichen Injektionsnadel wieder zum Leben erwacht ist. Und wir haben andererseits deutsche Politiker, die ein Erfolgserlebnis brauchen, um nicht letztendlich alle Stimmen an die Piratenpartei oder Horst Schlämmer zu verlieren.
Und inzwischen wirkt das ganze wie ein Boxkampf, bei dem der größere Boxer einfach den Kopf des anderen Boxers von sich weg drückt. Und was der andere produziert ist nur ´ne Menge Wind. Die Amis baden in ihrer eigenen Arroganz und zeigen den deutschen Hirnies, was ihr Krakele gegen einen echten Kapitalisten erreichen kann: Nämlich nichts. Am Ende werden Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wieder einmal ziemlich wenig erreicht, dafür aber ziemlich viele Kilometer verflogen haben.
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