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Tag: guido westerwelle

Wo ist Gott, wenn man ihn mal braucht?

by Harry Kayne on Jul.29, 2010, under Gesellschaft

Ei, da hat unser liebste geistig verwirrte Eva Hermann ein wirklich hübsches Thema angeschnitten. Die Toten auf der Loveparade seien eine Strafe Gottes, meinte sie sinngemäß und sinnentleert auf der Webseite ihres Verlags.

Nur scheint das zurzeit das einzige Lebenszeichen unseres Allmächtigen zu sein, das er von sich gibt. Alles andere, was auf unserer miesen Erde passiert, scheint er irgendwie ganz prima zu finden.

Wie ist es sonst zu erklären, dass Gott den Kinderfickern aus der katholischen Kirche nicht per Gottesdekret die Eier verschrumpeln lässt. Verdient hätten sie es ja. Wer seinen Lümmel in Kinder steckt, macht sich selbst zum Lümmel. Aber nein, die Kirche will das intern regeln. Weg mit dem lästigen Staatsanwalt. Für Gottesdiener gelten irdische Gesetze nicht. Und Gott schaut zu und grinst.

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Mir reicht’s! Ich trete zurück

by Harry Kayne on Jun.18, 2010, under Politik

Deutschland ist im Rücktrittsfieber. Jeder, der irgendwie was verbockt hat, irgendwo gegen eine Wand gelaufen ist, einschnappt oder einfach keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße hat, tritt heutzutage ab: die hessische Spätlese Roland Koch, der weinende Horst Köhler, vielleicht bald der gescheiterte Philipp Rösler und hoffentlich auch der unmögliche Guido Westerwelle. Ein neuer Trend hat Deutschland erfasst: Statt dem Schritt nach vorn gibt es nun den Tritt zurück.

Ich schließe mich der Sache an und trete ebenfalls zurück, als Bürger der Bundesrepublik, als Steuerzahler, als Denkender – als Blogger aber nicht. Ich distanziere mich entschieden von diesem Land und seiner Führung. Ich werde meine Steuern nicht mehr zahlen und ab heute nur noch neben den Bürgersteigen gehen. Okay, die öffentlich-rechtlichen Sender schaue ich eh schon nicht, aber ab jetzt kann die GEZ mal gepflegt die Steuern für ihren Florian Silbereisen woanders kassieren, bei mir nicht mehr.

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Au weia: Westerwelle im Rampenlicht

by Harry Kayne on Mrz.14, 2010, under Politik

Wie traurig. Da konnte unser neuer Außenminister Guido Westerwelle jahrelang schön unauffällig in der Opposition rumfuhrwerkeln, und keinen Arsch hat es interessiert. Weil sich eben generell kein Arsch für die Stänkerköppe aus der Opposition interessiert. Haben ja nix zu sagen, nix zu melden und nix zu bestellen.

Nun ist die alte Westerwelle aber durch ein paar Protestwähler ins Rampenlicht geschwappt worden, und plötzlich guckt alle Welt hin, was unser Guido denn da macht. Ist natürlich schön, nach jahrelanger Bedeutungslosigkeit endlich mal beachtet zu werden. Aber irgendwie auch peinlich. Denn nun interessiert sich die böse Welt da draußen auch für seine Reisebegleitungen, Partnerschaften und sogar seine wenigen Gedanken. Noch schlimmer: Und sie schreibt auch noch darüber.

Denn Außenminister müssen uns in der Welt repräsentieren, müssen loyal sein und dürfen vor allem keine Vetternwirtschaft betreiben.

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Offener Brief an Guido Westerwelle

by Harry Kayne on Feb.12, 2010, under Politik, Wirtschaft

Lieber Herr Westerwelle,

ich schreibe Ihnen als Vertreter des von Ihnen so geschätzten Mittelstands. Ich bin zwar keine verheiratete Kellnerin, zähle mich aber zur arbeitenden Bevölkerung und nicht zu den faulen Kackbratzen, die sich mit Hartz IV auf die faule Haut legen (gefällt Ihnen die Wortwahl?).

Zunächst muss ich Sie jedoch fragen: Haben Sie eigentlich ihr Gehirn eingeschaltet, es vielleicht sogar irgendwann mal benutzt, oder haben Sie einfach nur nicht alle Tassen im Schrank? Gerade letzteres liegt ein bisschen auf der Hand. Denn die Hartz-IV-Unterstützung mit einem anstrengungslosen Wohlstand zu vergleichen, erfordert entweder eine Menge Fantasie oder eben jene Weltfremdheit, die in unserer Politiklandschaft leider schon viel zu stark um sich greift.

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Gewaltbereit, immer bereit

by Harry Kayne on Okt.24, 2009, under Gesellschaft

Neue Zeiten brechen an. Endlich. Der Mann zählt bald wieder als Mann, der Jugendliche auch. Immer die Faust in der Tasche, immer bereit, dem anderen gepflegt eine runter zu hauen. So wie das früher auch üblich war, als die Frauen noch Fell hatten und die Männer sich noch ohne Navi in der Welt zurecht fanden.

Heute Nacht zum Beispiel wurde ich Zeuge, wie sich zwei aufrecht gehende Gestalten in einem Schnellrestaurant gegenseitig lustvoll die Fresse färbten. Streitthema war, soweit ich das richtig mitbekommen hatte, ein Trinkröhrchen. Und als Grund finde ich das überhaupt nicht zu wenig. Denn wenn mir ein anderer an mein Röhrchen geht, würde auch ich ihm kräftig eine tachteln. Macht man ja schließlich so als zivilisierter Mensch. Keine Zeit für Diskussion. Die Faust ist das bessere Argument – und sie macht nicht so einen Lärm wie das andauernde Geschwafel beim Ausdiskutieren.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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