Tag: josef ackermann
Horst Köhler tritt ab – sein Preis für die Wahrheit
by Harry Kayne on Mai.31, 2010, under Politik
Unser Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück. Und alles nur, weil er den Krieg … Verzeihung … den Militäreinsatz in Afghanistan mit wirtschaftlichen Interessen in Zusammenhang gebracht hat. Irgendwie schade um ihn, aber doch so vermeidbar.
Mensch Hotte, alter Braini, du müsstest doch wissen, dass man hier in Deutschland für die Wahrheit immer eins auf die Fresse kriegt. Das hat auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor ein paar Tagen schmerzhaft mitgekriegt, als er sich zu Griechenland geäußert hat. Eigentlich hat auch er nur gesagt, was jeder schon weiß, sich aber lieber im Stillen denkt. Würde Ackermann nicht in einem Privatunternehmen arbeiten, er wäre schon weg.
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Kampf mit der Wahrheit – das Ackermann-Exempel
by Harry Kayne on Mai.17, 2010, under Finanzen

Josef Ackermann beobachtet gut (Foto: World Economic Forum swiss-image.ch/Fotografiert von Monika Flueckiger)
Schon blöd: Da spricht Deutsche-Bank-Banker Josef Ackermann aus, was keiner zu sagen wagt, schon ballern wieder alle auf ihn ein. Ist nicht fair. Er wage zu bezweifeln, ob Griechenland seine Schulden werde bezahlen können, meint Ackermann – gut gebrüllt, und vor allem richtig beobachtet. Denn wovon sollen die Hellenen ihren Dispo ausgleichen, wenn in ihrem Land niemand seine Steuern zahlt und alles mosert?
Aber hinter den Attacken auf den Jupp Ackermann steckt noch ein anderes Kalkül. Denn obwohl Angela Merkel gar keinen Bart hat, wird sie in Griechenland bereits mit Adolf Hitler verglichen. Sie sei zu zögerlich, könne die fidelen Sirtaki-Tänzer ja gar nicht mehr leiden, und schließlich hat sie nicht gleich freudig das Portemonnaie aufgemacht und die Rechnung beim Griechen bezahlt. Ist nicht nett und gefährdet vor allem den nächsten Urlaub auf Kreta.
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Neuer bedenklicher Trend: Das Scheiße-Labern
by Harry Kayne on Feb.04, 2010, under Gesellschaft
Wie schön war doch die Zeit, als interviewte Menschen noch wirklich Substanz in ihre Worte legten, vor dem Reden nachdachten und sich nicht als abgehobene Bessergestellte präsentierten. Das ist heute anders. Heute gibt es die Scheiße-Laberer.
Jüngstes Beispiel ist unser Volksvertreter (!) Philipp Rösler, seines Zeichens Gesundheitsminister. „Sonst kann man ja auch wechseln“, schnöselte der Aufsteiger besorgten Normalsterblichen entgegen, die vom Dauerblechen an die Krankenkassen berechtigterweise die Schnauze voll haben.
Dass es langsam schwierig wird, eine Krankenkasse zu finden, die nicht andauernd die Gichtgriffel aufhält, das käme dem FDPler nicht in den Sinn. Wie auch? Seine Wähler sind zum größten Teil privat krankenversichert und auf drei Heiermänner im Monat nicht wirklich angewiesen. Ob Rösler selbst auch den Gruppentarif nutzt, den die FDP-Flitzpiepen bei der DKV bekommen? Wer weiß. Es würde zumindest seine Antwort erklären.
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Der arme arme Ackermann
by Harry Kayne on Nov.20, 2009, under Finanzen, Wirtschaft
Nein, der Chef von Deutschlands Vorzeigeinstitut, der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat es dieser Tage wirklich nicht leicht. Erst lehnt sich das blöde deutsche Volk gegen ihn auf, anstatt ihm für seine Verachtung innig zu danken. Und dann machen ihn auch noch alle wegen der von Kanzlerin Merkel gesponsorten Geburtstagsparty an. Ein echt mieses Jahr.
Und jetzt das: Der Traum seines Lebens, eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent, wird nun wahrscheinlich platzen. Schuld sind die bösen Regulatoren, die ein sicheres Bankensystem verlangen. Nur ist das eben nicht mehr ganz so rentabel.
Richten wir uns also auf magere Zeiten ein. Die deutschen Banken werden nicht zur Weltelite aufsteigen, deren Vorstände müssen sich mit einem Porsche weniger pro Jahr begnügen. Wütende Aktionäre werden im Frankfurter Bankenviertel Amok laufen oder sich gleich in den Börsensaal hängen. Das Land wird im Chaos versinken.
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Wie ficken die eigentlich?
by Harry Kayne on Okt.01, 2009, under Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
Nun ist Franz Müntefering endlich zu seiner 40 Jahre jüngeren Freundin Michelle Schumann in die Wohnung in Berlin Kreuzberg gezogen. Eine Frage, die ich mir bei solchen ungleichen Paaren gern stelle, obwohl ich das wohl gar nicht dürfte, lautet: Wie ficken die eigentlich?
In der Tat fällt es mir schwer, mir vorzustellen, wie der alte SPD-Münte erotisch seine Runzelwampe auf dem Laken räkelt, damit Michelle vernünftig auf Touren kommt und ein scharfes: „Oh Franz“ haucht. Verschwinden eigentlich die Falten aus dem Lümmel, wenn er den paarungsbereiten Status einnimmt? Fragen, die ich am liebsten gleich wieder vergessen würde, nachdem sie mir kommen.
Oder nehmen wir andere Politiker. Gibt Gerhard Schröder beim Pimpern ein eher staatsmännisches „Ja, vorwärts Doris! Nicht verzagen!“ von sich? Oder haut auch er ein eher animalisch schnaufendes: „Los, du Sau!“ raus, das wir Normalbürger wahrscheinlich absondern würden?
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Meine Form der Vorsorge: Ich werde Vorstand für ein Jahr
by Harry Kayne on Sep.01, 2009, under Wirtschaft
Ja, ihr habt richtig gelesen, ich werde mich jetzt hocharbeiten. Vielleicht den Vorstand kräftig durchbumsen, oder gleich mehrere. Dann die Gewerkschaft schmieren, dem Aufsichtsrat die Stiefel lecken und anschließend den Vorstandsposten unter den Nagel reißen.
So schwer kann das nicht werden. Ein paar Mitarbeiter abhören und anschließend entlassen. Ordentlich von den Chinesen ausspionieren, im Puff beklauen und anschließend abledern lassen. Bei Frau Merkel ein Bundesverdienstkreuz oder eine schöne Party kassieren. Dann verliere ich nach einem Jahr eine Übernahmeschlacht und bin weg. Die Abfindung, die ich dann kassiere, sollte für meinen Lebensabend ausreichen. Und so bescheuert wie der Klaus Esser werde ich nicht sein. Ich werde ganz bestimmt nicht nochmal arbeiten gehen.
Packen wir’s an.
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