Tag: musik
Akustik-Terror täglich – Jugend braucht Lala
by Harry Kayne on Mai.25, 2010, under Gesellschaft
Wissenschaftliche Versuche haben ergeben, dass ein durchschnittlicher Jugendlicher ab 12 Minuten in völliger Stille bereits anfängt, nervös zu zucken. Ab Minute 26 drehen sich die Pupillen nach innen. Weitere 13 Minuten später bilden sich Krämpfe. Und in Minute 45 stellt sich – sofern vorhanden – der Hirntod ein. Schön ist das nicht.
Und der Einschlag in die Umwelt ist enorm. So passiert nicht selten folgendes: Ihr sitzt ahnungslos in der Untergrundbahn, und ganz plötzlich bläkt ein Handy los. Aus einem mickrigen, minimalistischen Mikrolautsprecher plärrt eine orientalische Melodei, die selbst die Kreuzritter ganz sicher in die Flucht geschlagen hätte. Sie ist ein Zeichen der Halbstarken, der Jugend, unserer Zukunft.
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Vergesst Die Ärzte! Es gibt die Phrasenmäher
by Harry Kayne on Mrz.20, 2010, under Unterhaltung

Nicht täuschen, die Phrasenmäher sehen nur so harmlos aus. Die Mäh-Boys von links: Martin Renner, Jannis Kaffka, Lenne Kaffka (Foto: Phrasenmäher)
Warum sucht eigentlich ganz Deutschland immer wieder nach einem Superstar. Ich für meinen Teil habe meine Suche inzwischen beendet. Ich habe gleich drei Superstars gefunden. Denn ich habe die „Phrasenmäher“ gesehen.
Bisschen sauer bin ich aber, denn jemand hätte mich ja warnen können, bevor ich kurz nach der Arbeit am Mittwoch im Hamburger Kulturhaus III&70 einritt. Mit der Phrase etwa, dass ich sauviel Spaß für wenig Geld haben würde. Dass hier was ganz Großes ranwächst, vielleicht auch. Aber nein, niemand hat mich gewarnt.
Und dann wurde ich Zeuge eines der lässigsten, witzigsten und gekonntesten Konzerte, die ich je gesehen habe. Mindestens nicht mehr seit den Ärzten zu ihren besten Zeiten – und das ist lange her, denn die ergehen sich lieber in ihrem Weltverbesserungswahn und Plattitüden.
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Der Tod verkauft sich gut
by Harry Kayne on Jun.28, 2009, under Allgemein
Wir kennen das Phänomen schon von Queen: Der Sänger einer eigentlich mittelklassigen Band stirbt, und schon rennt alles los, um deren CDs abzuräumen. Am besten gleich alle, denn sie könnten morgen aus dem Universum verschwinden. Und dann gibt es ja keine mehr.
So auch bei Michael Jackson – eigentlich wollte den ganzen Jackson-Kram ja gar keiner mehr haben, las ich gestern das Zitat eines Media-Markt-Mitarbeiters. Aber kaum reißt Jacko den gebleichten Arsch hoch, kaufen die Bescheuerten seine CDs. Die Regale mit „Jackson“-Aufschrift sind leer gefegt, Auch die von Janet und La Toya, denn die konnte eh niemand mehr von Michael unterscheiden.
Ich warte nur darauf, dass morgen die Meldung kommt: „April, April. Jacko ist nicht tot, der wollte nur endlich wieder Platten verkaufen.“ Wäre ein geiler PR-Schachzug und eine gerechte Strafe für die ganzen Spinner, die nur Musik von Toten kaufen.
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Reise in die Vergangenheit mit BRAVO
by Harry Kayne on Mrz.17, 2005, under Allgemein
Als ich neulich von meiner Mama einen Anpfiff bekam zwecks Auf- und Ausräumen meines alten Zimmers, begann ich schweren Herzens mit dieser Tätigkeit. Dabei habe ich zu Ordnung und Sauberkeit ungefähr den gleichen Bezug wie Angela Merkel zur Sachlichkeit. Da fiel mir plötzlich während meines Martyriums eine „Zeitschrift“ in die Hände. Es war eine alte BRAVO vom 18. Januar 1996. Wer jetzt genau nachrechnet, kommt zu dem Schluss, dass ich zum Kaufzeitpunkt genau 19 Jahre alt war. Da ich keinen kleinen Bruder habe, auf den ich die Tat abwälzen kann, gebe ich es also zu und bin stolz darauf! Auch heute lese ich beim Friseurbesuch (kicher) dieses Wunderwerk des objektiven Journalismus leidenschaftlich gern. Besonders faszinierend finde ich, wie man mit circa 100 verschiedenen Worten („toll“, „supertoll“, „Typ“, „süßer Typ“, „besonders süßer Typ“, „Superband“… und viele weitere) ein ganzes Wurstblatt füllen kann. Es geht: siehe BRAVO!
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