Tag: opel
Ich will jetzt auch staatliche Hilfe
by Harry Kayne on Feb.10, 2010, under Politik, Wirtschaft
Ort meiner Erlösung - das Bundesministerium der Finanzen in Berlin (Foto: Peter Kuley/Wikipedia)
Ich habe einen Plan, wie ich meine chronische Unterfinanzierung endlich in den Griff bekomme. Ich beantrage Staatshilfe. Ich denke, anderthalb Millionen Euro reichen für die kommenden zehn Jahre oder so aus. Das heißt, wenn ich es nicht einem Finanzberater in der Bank anvertraue.
Die Voraussetzungen für staatliche Hilfe erfülle ich ja: Ich verprasse leidenschaftlich gerne Geld. Ich habe nichts Vernünftiges gelernt, schon gar nicht aus eigenen Fehlern. Ich halte sehr viel von mir, und täglich wird es mehr. Und zur Not gehe ich auch mal mit einem Politiker ins Bett.
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Zum Würgen: Die drei nervigsten Themen unserer Zeit
by Harry Kayne on Nov.05, 2009, under Gesellschaft
Ich kann es einfach nicht mehr hören. Es reicht wirklich. Auszeit! Und wenn ich noch allzu viele Berichte darüber höre, werde ich wahrscheinlich im hohen Bogen in die Alster reihern oder dem nächsten Opel, den ich finde, einen großen Haufen auf die Motorhaube scheißen.
Gibt es denn wirklich keine anderen berichtenswerten Entwicklungen als die Pleite von Quelle, den Beschiss bei Opel und die so irre tödliche Schweinegrippe? Und ehrlich: Bei genauem Hinsehen entpuppen sich die dramatischen Geschehnisse als ziemlich öde Stories, die gerademal als Pausenfülle zwischen zwei Werbespots taugen.
Denn Quelle hat nunmal der unsägliche Geldfinger Thomas Middelhoff endgültig in die Middle of the Grütze geritten. Allerdings stehen die versiegenden Arbeitsplätze noch immer in keinem Verhältnis zu dem Kahlschlag, der im vergangenen Jahr im Mittelstand veranstaltet wurde.
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Opels Schicksal und General Motors’ Stinkefinger
by Harry Kayne on Nov.04, 2009, under Politik, Wirtschaft
Herrlich, jetzt haben die amerikanischsten aller Autobauer einmal mehr gezeigt, was sie von deutschen Wünschen, Bevormundungsversuchen und Sozialverträglichkeit halten: Nichts. Lang und dick wie ein Auspuffrohr recken sie ihren Stinkefinger gen Bundesregierung und ihre vielen Opel-Wünsche und hinterlassen damit bloßes Entsetzen. Vor allem bei denen, die mit wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht so ganz üppig bestückt sind. Und das sind nicht wenig.
General Motors will also doch den deutschen Vorzeigebetrieb Opel behalten und wird ihn wahrscheinlich auf die amerikanische Art sanieren. Es wird also Tote geben und mindestens jede Menge Arbeitsplätze weniger. Wer so naiv war, zu meinen, er könnte die Entscheidungen der General-Strategen beeinflussen oder mit deutschem Steuergeld bestechen, der weiß es nun besser. Peinlich und irgendwie lustig zugleich. Wenn es nicht so traurig wäre.
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Neue Spezies entdeckt: Der Opelaner
by Harry Kayne on Sep.12, 2009, under Wirtschaft

Zeichen der Schwäche: Das Symbol des Planeten Opel
Er kommt vom fernen Planeten Opel und passt durchaus in eine Reihe mit den Klingonen, Vulkaniern und Mars-Menschen: Der Opelaner. Die Suchmaschine Google registriert mittlerweile 565.000 Treffer für den Begriff „Opelaner“. „Wörterkraftwerk“ hat die neue Spezies untersucht, und hier ist das Ergebnis.
Der Opelaner kam vermutlich im Jahr 1862 auf unseren Planeten. Seitdem fristet er sein Dasein hauptsächlich im Umkreis der hessischen Stadt Rüsselsheim durch das Zusammenschrauben und Verkaufen minderwertiger Autos. Sein Symbol ist ein Kreis mit einem Z, das so platt ist wie ein entlüfteter Autoreifen (Grafik). Sein Gruß ist ein aus dem linken Autofenster gereckter Ellenbogen sowie ein Fuchsschwanz an der Antenne.
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Opel-Quatsch wird zum Sommertheater
by Harry Kayne on Aug.26, 2009, under Politik, Wirtschaft
Die Geschichte, um die Rettung des siechen Autoschraubers Opel mutiert langsam aber sicher zum Sommertheater. Nur erfordert es einen sehr schwarzen Humor, um sich für diese Schmierenkomödie zu erwärmen.
Wir haben einerseits General Motors (Amerikaner), der mittels der staatlichen Injektionsnadel wieder zum Leben erwacht ist. Und wir haben andererseits deutsche Politiker, die ein Erfolgserlebnis brauchen, um nicht letztendlich alle Stimmen an die Piratenpartei oder Horst Schlämmer zu verlieren.
Und inzwischen wirkt das ganze wie ein Boxkampf, bei dem der größere Boxer einfach den Kopf des anderen Boxers von sich weg drückt. Und was der andere produziert ist nur ´ne Menge Wind. Die Amis baden in ihrer eigenen Arroganz und zeigen den deutschen Hirnies, was ihr Krakele gegen einen echten Kapitalisten erreichen kann: Nämlich nichts. Am Ende werden Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wieder einmal ziemlich wenig erreicht, dafür aber ziemlich viele Kilometer verflogen haben.
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Der idiotische Kampf um Arbeitsplätze
by Harry Kayne on Aug.24, 2009, under Wirtschaft

Hubwagenmeister Karl-Heinz Töffke ist traurig. Seinen Arbeitsplatz übernimmt ein japanisches Unternehmen.
„Wir müssen die Arbeitsplätze bei Opel erhalten“, trompetet der gängige Politiker dieser Tage gern ins Wahlkampfhorn. Okay, klingt ja auch viel besser als ein schnödes: „Wählt mich, ihr blöden Säcke! Ich bin besser als wie der Andere“ Nur wenn wir uns einmal mit ausnahmsweise eingeschaltetem Gehirn überlegen, was denn da für ein Kampf tobt, fällt uns sofort die Geschichte mit Don Quixote und den Windmühlen ein.
Schlagen wir das kleine Buch der Volkswirtschaftslehre auf, finden wir da den Hinweis, dass es für ein Gut immer eine bestimmte Nachfrage gibt. Die hängt von der Qualität und vom Preis des Gutes ab (allerdings nicht von der Anzahl der produzierenden Hände). Gehen wir also davon aus, dass es der Weltbevölkerung in diesem Jahr nach 10 Millionen Autos gelüstet, dann müssen sich Toyota, Porsche, BMW und so weiter um diesen Markt dreschen.
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