Tag: Politik
Lieber Barack, lass es einfach! Es hat doch keinen Sinn
by Harry Kayne on Aug.04, 2011, under Politik
„Obama, Obama, du arma“, singt die Erste Allgemeine Verunsicherung auf ihrem Album „Neue Helden braucht das Land“. Und selten hatten sie so sehr Recht wie heute.
Lieber Barack Obama, du kamst als Held, als Strahlemann. Jetzt bist du nur noch ein müder Schatten mit Augenringen. Sind deine Haare grauer als noch zur Präsidentenwahl?
Doch warum tust du dir das an? Für so ein ausgesprochen dämliches Land. Es ist nicht zu übersehen, dass sich da ein ganzes Volks bereitwillig ausnehmen lässt wie eine Back-Ente nach dem Schlachten. Sie wählen die Republikaner, sogar die Bostoner Tea Party – Politiker, die nur das Geld anbeten, Reiche goutieren und Arme noch einmal so richtig anpissen, wenn sie vor ihnen bettelnd auf der Straße liegen. Sie prahlen lauthals damit, wie scheiße sie Steuern finden, ganz besonders für Reiche. Denn die sind ja sowieso schon so geplagt mit ihrem vielen Geld.
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Es tut mir Leid, aber unsere Regierung muss weg
by Harry Kayne on Sep.22, 2010, under Politik
Nein, das haben wir nicht verdient. Und irgendwie ist es Schade, dass ich an dieser Stelle so deutlich werden muss. Aber eine Regierung, die so offensichtlich gegen ihr eigenes Volk arbeitet, muss weg. Raus, ihr Westerwelles, Röslers, Abzockers, Industrieschleimers. Ihr hattet eine faire Chance, habt sie aber versemmelt. Ihr habt in unserer Landesführung nichts mehr zu suchen. Kann ich das so hart sagen? Yes, I can.
Was müssen wir denn noch alles ertragen. Zuerst euer Kaspertheater bei der Koalitionsbildung. Dann gibt es erstmal Begrüßungsgeld für die Hotelbranche. Steuern runter, aber nicht für uns. Immer wieder Geschwafel über sinkende Steuern, diesmal für uns, aber eigentlich nicht wirklich. Und jetzt wird es ja auch nichts. Trotz Guidos Masterplan.
Apropos. Unser Außenminister beschimpft uns als spätrömisch Dekadente, unsere Kanzlerin behauptet, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Ham wir nicht, die schon.
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Stuttgart 21: Staat zeigt seine Version der Demokratie
by Harry Kayne on Aug.27, 2010, under Politik
Schöner als beim Monsterprojekt „Stuttgart 21“ kann unser heißgeliebter Staat gar nicht zeigen, was er von echter Demokratie hält. Da ist eine ganze Stadt gegen das wahnwitzige Vorhaben, einen unterirdischen Schnellbahnhof zu bauen, und trotzdem baggern die Bagger munter weiter. Dass das ganze so nützlich ist wie ein verstopftes Bahnhofsklo und so günstig wie ein Weltraumprogramm – wen stört’s? Alles nur Querulanten. Wissen nicht, was gut für sie ist. Alles für den Aufschwung.
Wie es auch Die Ärzte in ihrem sehr treffenden Lied „Die klügsten Männer der Welt“ besingen, tun auch hier die Stuttgarter Geistesleuchten genau das, was sie tun müssen. Und notfalls muss man dem Dummvolk auch mal zeigen, wo der städtebauliche Hammer hängt.
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Hier spricht die Mittelschicht: Ich hab die Schnauze voll!
by Harry Kayne on Aug.05, 2010, under Gesellschaft, Politik
Es reicht. Mir platzt endgültig der Sack. Das Maß ist voll, sogar übervoll, voller als voll. Mir steht’s bis hier.
Nur zur Erklärung: Ich gehöre zur Mittelschicht. Ich gehe arbeiten, werde bezahlt und bin so dumm, keine Stiftung in Liechtenstein zu haben. Klaglos habe ich jede Steuererhöhung mitgemacht. Die angekündigten, die vorher ausgeschlossenen, die unverständlichen. Ich habe den (natürlich erhöhten) Einheitsbetrag für die Krankenkassen mitgetragen. Ich entrichte brav meine Praxisgebühr und werde auch noch selten krank. Und ich bin das Volk.
Und ich habe den Kanal sowas von voll. Wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, verhöhnt mich meine Regentin Angela Merkel. Hey Baby, ich hab die Rentengarantie nicht eingeführt, lass mich von der Pharma-Industrie nicht verarschen und habe auch nicht für die fetten Pensionen der Regierungsvertreter gestimmt.
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Vergiss Volkes Meinung
by Harry Kayne on Jul.02, 2010, under Politik
Nun ist also Dauergrinser Christian Wulff unser neuer Bundespräsident, und eigentlich wollte ihn niemand so richtig haben, außer Frau Merkel und ihre Lakaien. Und wenn ich den Umfragen trauen darf, bevorzugte auch das Volk zumindest im Vorfeld den echten Joachim Gauck gegenüber dem glatt gelutschten Wulff.
Doch wen interessiert’s? So ein Präsident soll schließlich ein Volk angemessen repräsentieren. Und wer das hinkriegt, das weiß nur ein Polit-Profi, der im Bundestag sitzt. Der Normalo von der Straße hat doch für sowas gar nicht den Blick.
Wen interessiert es, dass Wulff seit 30 Jahren in der Politik hockt und entsprechend wenig Lebenspraxis vorweisen kann. Weiß er noch, wie man sich bewirbt? Wie man eine Steuererklärung ausfüllt? Wie es ist, wenn man gefeuert wird?
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Mir reicht’s! Ich trete zurück
by Harry Kayne on Jun.18, 2010, under Politik
Deutschland ist im Rücktrittsfieber. Jeder, der irgendwie was verbockt hat, irgendwo gegen eine Wand gelaufen ist, einschnappt oder einfach keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße hat, tritt heutzutage ab: die hessische Spätlese Roland Koch, der weinende Horst Köhler, vielleicht bald der gescheiterte Philipp Rösler und hoffentlich auch der unmögliche Guido Westerwelle. Ein neuer Trend hat Deutschland erfasst: Statt dem Schritt nach vorn gibt es nun den Tritt zurück.
Ich schließe mich der Sache an und trete ebenfalls zurück, als Bürger der Bundesrepublik, als Steuerzahler, als Denkender – als Blogger aber nicht. Ich distanziere mich entschieden von diesem Land und seiner Führung. Ich werde meine Steuern nicht mehr zahlen und ab heute nur noch neben den Bürgersteigen gehen. Okay, die öffentlich-rechtlichen Sender schaue ich eh schon nicht, aber ab jetzt kann die GEZ mal gepflegt die Steuern für ihren Florian Silbereisen woanders kassieren, bei mir nicht mehr.
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