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Pro7, Sat.1 und Kabel 1: We love to kassier you!
by Harry Kayne on Okt.28, 2009, under Unterhaltung
Und schon wieder versucht jemand, aus einem großen Haufen Scheiße Bonbons zu machen. Diesmal ist es der geschätzte Medienkonzern ProSiebenSat.1, der wohl demnächst Gebühren für seine gesendeten Kleinods erheben wird. Mit im Boot ist der Resteverwerter Kabel 1, auf dem die Fernsehmacher immer leicht verschämt die Spreu aus ihren Hollywood-Deals versenden.
Nur kommt mir die neue Ambition irgendwie so vor, als würde jemand auf dem Bahnhofsklo scheißen gehen und dafür noch eine Prämie verlangen. Wie sonst könnte ein Fernsehsender auf die Idee kommen, für die Gnade, die ihm mit jedem freiwilligen und nicht geisteskranken Zuschauer widerfährt, auch noch eine Gebühr abkassieren zu wollen. Hat den Herrschaften die Selbstüberschätzung das Gehirn verpestet? Oder haben sie allesamt zu oft und zu nah an den Sendemasten übernachtet? Man weiß es nicht.
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Volle Kanne in die Idiotie! Ich werde jetzt auch Popstar
by Harry Kayne on Sep.25, 2009, under Unterhaltung
Ich habe mich gestern Abend entschieden. Auch ich will jetzt endlich Popstar werden. Wie schön das wird, zeigte mir gestern der Dokumentarsender Pro7: Direkt nach Las Vegas fliegen, von Teddy Soost kräftig erniedrigen lassen, Jury-Mitglied Michelle Leonard wie eine Puffmutter im Sessel fläzend ertragen und Alex Christensens Gedödel geflissentlich ignorieren. Ein herrlicher Gedanke.
Und ich finde es auch angemessen, wie subtil die Sendung mit dem schönen Ziel, Popstar zu werden, umgeht. Denn schließlich ist es ja das höchste, edelste und menschlichste Ziel, sich für ein paar Monate durch eine Geldmaschinerie drehen, von Plattenproduzenten ficken und dumme Teenager kreischen zu lassen. Und anschließend fallengelassen werden und zurück in die Gosse, aus der ich kam. Nach dem Alkohol-Entzug ein Buch schreiben, auf die bösen, bösen Kapitalisten schimpfen und traurig sein. Ja, ich will.
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Pro7 hasst Spielfilme
by Harry Kayne on Aug.21, 2009, under Unterhaltung
Am 23. August erreichen die täglichen Vergewaltigungs-Orgien im deutschen Fernsehen einen neuen, traurigen Höhepunkt: An diesem Tag sendet der selbst ernannte Spielfilmsender Pro7 Mel Gibsons Action-Epos „Apocalypto“ zur Prime-Time um 20.15 Uhr. Um das zu dürfen, schnitten jedoch die Pro7-Metzger aus dem nicht jugendfreien Werk saftige 20 Minuten heraus. Was bleibt übrig, wenn man aus einem Actionfilm die Action entfernt? Ungefähr dasselbe wie von einem Pornofilm, den man um seine Sexszenen erleichtert: Ein blutleerer Rumpf von dem, was in einem früheren Leben einmal ein Film war.
Schon vor etwas mehr als fünf Jahren säbelte der Qualfilmsender einen Actionfilm „ab 18“ auf das Niveau eines Kindergeburtstags herunter. Damals traf es „The Rock“ mit Nicolas Cage und Sean Connery. Es fehlten im Fernsehen mehr als elf Minuten.
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