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Tag: regierung

Es tut mir Leid, aber unsere Regierung muss weg

by Harry Kayne on Sep.22, 2010, under Politik

Nein, das haben wir nicht verdient. Und irgendwie ist es Schade, dass ich an dieser Stelle so deutlich werden muss. Aber eine Regierung, die so offensichtlich gegen ihr eigenes Volk arbeitet, muss weg. Raus, ihr Westerwelles, Röslers, Abzockers, Industrieschleimers. Ihr hattet eine faire Chance, habt sie aber versemmelt. Ihr habt in unserer Landesführung nichts mehr zu suchen. Kann ich das so hart sagen? Yes, I can.

Was müssen wir denn noch alles ertragen. Zuerst euer Kaspertheater bei der Koalitionsbildung. Dann gibt es erstmal Begrüßungsgeld für die Hotelbranche. Steuern runter, aber nicht für uns. Immer wieder Geschwafel über sinkende Steuern, diesmal für uns, aber eigentlich nicht wirklich. Und jetzt wird es ja auch nichts. Trotz Guidos Masterplan.

Apropos. Unser Außenminister beschimpft uns als spätrömisch Dekadente, unsere Kanzlerin behauptet, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Ham wir nicht, die schon.

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Hier spricht die Mittelschicht: Ich hab die Schnauze voll!

by Harry Kayne on Aug.05, 2010, under Gesellschaft, Politik

Es reicht. Mir platzt endgültig der Sack. Das Maß ist voll, sogar übervoll, voller als voll. Mir steht’s bis hier.

Nur zur Erklärung: Ich gehöre zur Mittelschicht. Ich gehe arbeiten, werde bezahlt und bin so dumm, keine Stiftung in Liechtenstein zu haben. Klaglos habe ich jede Steuererhöhung mitgemacht. Die angekündigten, die vorher ausgeschlossenen, die unverständlichen. Ich habe den (natürlich erhöhten) Einheitsbetrag für die Krankenkassen mitgetragen. Ich entrichte brav meine Praxisgebühr und werde auch noch selten krank. Und ich bin das Volk.

Und ich habe den Kanal sowas von voll. Wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, verhöhnt mich meine Regentin Angela Merkel. Hey Baby, ich hab die Rentengarantie nicht eingeführt, lass mich von der Pharma-Industrie nicht verarschen und habe auch nicht für die fetten Pensionen der Regierungsvertreter gestimmt.

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Wie geht es eigentlich der Schweinegrippe?

by Harry Kayne on Mai.03, 2010, under Gesellschaft

Vor gut einem halben Jahr war sie noch der Star aller Grippen, omnipräsent in den Medien und angeblich so verflucht tödlich wie ein Rudel Taliban. Nun ist es still geworden um den einstigen Aufreger.

Zu Recht: Die Anzahl an Leichen ist weit hinter den offiziellen Konsensschätzungen zurückgeblieben. Was bleibt, sind ein Rekordergebnis für GlaxoSmithKline und 239 Tote, von denen die meisten dem Jenseits eh schon näher waren als ein Islam-Kritiker.

Machen wir uns nichts vor. Die Schweinegrippe hat unsere Erwartungen nicht erfüllt, und musste zu Recht ihre Dauerkarte auf Medienpräsenz wieder abgeben. Enttäuscht vom Showgeschäft zog sie sich zurück, um sich selbst zu suchen.

Inzwischen hat sich Schweini, wie ihre Freunde sie nennen, für die nächste Staffel vom Dschungel-Camp „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ beworben. Zuvor macht sie eine Stippvisite, um ihren Kollegen, die Geisteskrankheit, im Big-Brother-Containerdorf zu besuchen.

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Regierung spendiert Konsumgutscheine zu Weihnachten

by Harry Kayne on Dez.23, 2009, under Schön wär's

Die jüngsten alarmierenden Umfragen unter dem unwilligen deutschen Konsumenten-Vieh rufen nun die Bundesregierung in einer beispiellosen Blitzaktion auf den Plan. Noch heute gibt sie jedem einkaufsmündigen Deutschen einen Gutschein über 500 Euro aus, mit dem er seinen Lieben noch den einen oder anderen Wunsch erfüllen kann.

„Wir sehen das als eine kleine Entschädigung für das miese Jahr, das wir den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land zugemutet haben“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel zu der Aktion. „Wir haben einerseits verantwortungslos mit Steuergeldern geprasst, Unmengen an Impfstoff gegen eine lächerlich Grippe gekauft, Autoindustrie und Banken fitgespritzt und einen extrem unterhaltungsarmen Wahlkampf abgeliefert. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle in aller Form entschuldigen.“ In gewisser Weise seien die Gutscheine auch eine Art Voraus-Wiedergutmachung für die Belastungen, die der Deutsche in den kommenden Jahren ertragen müsse.

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Der peinliche Neid auf und zu Guttenberg

by Harry Kayne on Dez.14, 2009, under Politik

War ja zu erwarten: Da haben wir endlich mal einen Minister unter 60, der beim Volk beliebt ist, und der eine Meinung vertritt, mit der sich auch ein Normalsterblicher identifizieren kann. Und schon will das Politbüro ihn absäbeln.

Es sind allerdings schon ein paar dicke Dinger, die sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geleistet hat. Er ist nicht so hässlich wie Trittin, nicht so farblos wie Steinmeier und kann besser Englisch als Westerwelle. Okay, letzteres kann meine kleine Nichte auch schon. Er hat wirtschaftlich den Durchblick, erkennt Kriege, wenn er sie sieht, und will dem Land offenbar wirklich dienen – drei weitere Eigenschaften, die nicht in der Job-Beschreibung für einen Minister zu finden sind.

Was aber für einen herkömmlichen deutschen Politiker schon an Königsmord grenzt: Guttenberg gibt Fehler zu und hat sogar die Frechheit, sich für diese auch noch zu entschuldigen.

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Wann kommt die Wut?

by Harry Kayne on Jun.28, 2009, under Gesellschaft, Politik, Wirtschaft

„Kann man hier eigentlich auch einen Volksaufstand machen?“, fragte mich meine Freundin vorgestern. Ich entgegnete: „Klar kann man“, und erinnerte mich an den bisher letzten Volksaufstand, an dem ich mich beteiligt hatte. Damals hatten wir die ziemlich bescheuerte DDR-Regierung gestürzt. Eine Leistung, die ich auch heute noch recht ansprechend finde.

Nur warum hält das Volk jetzt noch immer so seltsam still? Immerhin gibt sich unsere Regierung alle Mühe, sich von ihrem Volks zu entfernen, soweit es nur geht. Eine Abwrackprämie, die wohl niemand so richtig wollte (außer vielleicht die Besitzer der Autosalons). Bankenrettungen, obwohl sicherlich nicht wenige der Meinung waren, die korrupten Geldschwenker könne man auch gut pleite gehen lassen. Und das alles gekrönt mit einer neuen Diskussion um die Mehrwertsteuer und garniert mit dem dauer-aufgeschobenen Versprechen, endlich mal die verdammten Steuern zu senken.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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