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	<title>Wörterkraftwerk &#187; religion</title>
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	<description>über den Wahnsinn unserer heutigen Gesellschaft</description>
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		<title>Pinkeln modern: Die neue Scham der M&#228;nner</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 13:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harry Kayne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein &#246;ffentliches Klo. Drinnen zwei Pissoirs und drei klassische Klosch&#252;sseln zum Eierlegen im Sitzen. Ein Mann kommt herein, das Gesicht alles andere als entspannt, die Beine mit leichtem Druck gegeneinander gepresst. Er muss mal strullen. H&#246;chste Zeit. Doch anstatt sich an eines der H&#228;ngebecken zu stellen, den L&#252;mmel durch den Hosenstall zu friemeln und laufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &ouml;ffentliches Klo. Drinnen zwei Pissoirs und drei klassische Klosch&uuml;sseln zum Eierlegen im Sitzen. Ein Mann kommt herein, das Gesicht alles andere als entspannt, die Beine mit leichtem Druck gegeneinander gepresst. Er muss mal strullen. H&ouml;chste Zeit. Doch anstatt sich an eines der H&auml;ngebecken zu stellen, den L&uuml;mmel durch den Hosenstall zu friemeln und laufen zu lassen, geht er in eine der Kabinen. Hose runter, und die B&uuml;chse beginnt zu streuen. Unappetitliche Pf&uuml;tzen entstehen rund um die Sch&uuml;ssel. Auch schon erlebt?</p>
<p><strong>Nur warum tun die das?</strong></p>
<p>Ist es einfacher? Nein. Geht es schneller? Auch nicht. Ist es hygienischer? Gott bewahre.</p>
<p>Hier liegt ein anderer Verdacht nahe: Der Mann von heute sch&auml;mt sich. Vor seinesgleichen. Wo vor noch nicht allzu langer Zeit zahlreiche Penistr&auml;ger in trauter Eintracht schw&auml;tzend und strullernd an der Pinkelbeckenzeile nebeneinander standen, regiert heute die Einsamkeit. Steht schon einer da, h&auml;lt der N&auml;chste mindestens ein leeres Pissoir Abstand. Oder geht in die Kabine. Der andere k&ouml;nnte ihm ja auf den Schniedel gucken.</p>
<p>Wir erleben hier einen neuen H&ouml;hepunkt auf dem Weg des Menschen in eine pr&uuml;de und verunmenschlichte Gesellschaft. Zwei Dinge, die ihren Ursprung in der Religion finden und leider nach zwei Auszeit namens sexueller Befreiung und DDR nun wieder pr&auml;sent sind. Gestern beschr&auml;nkte sich Scham noch auf anatomisch interessante Verrenkungen, wenn sich jemand am Strand diskret umziehen wollte. Oder  es gab Andrang an den wenigen Umkleidekabinen in der Schwimmhalle, anstatt einfach vor dem Spind die Badehose fallen zu lassen und den Schl&uuml;pfer &uuml;berzustreifen. Pl&ouml;tzlich tauchen sogar Saunag&auml;nger auf, die sich verkniffen in Badet&uuml;cher h&uuml;llen. M&auml;nner stehen in der M&auml;nnerdusche in Unterhosen unter der Brause. Huch.</p>
<p><strong>Jetzt sch&auml;men sich sogar M&auml;nner vor M&auml;nnern.</strong></p>
<p>Soweit sind wir schon.</p>
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		<title>Jetzt macht euch doch mal locker!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 11:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harry Kayne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, und damit meine ich euch alle, ihr verklemmten Prinzipienreiter, Christen, Politiker, Moslems, T&#252;rken, Araber, Bayern, Ossis und Fischk&#246;ppe. Es ist ja kaum noch auszuhalten, wie in diesem Land nur noch herum taktiert, paktiert, schwadroniert wird. Holt einer die verbale Keule raus, spielt ein anderer sofort die beleidigte Leberwurst, und der n&#228;chste beginnt sofort Verst&#228;ndnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, und damit meine ich euch alle, ihr verklemmten <strong>Prinzipienreiter, Christen, Politiker, Moslems, T&uuml;rken, Araber, Bayern, Ossis und Fischk&ouml;ppe</strong>. Es ist ja kaum noch auszuhalten, wie in diesem Land nur noch herum taktiert, paktiert, schwadroniert wird. Holt einer die verbale Keule raus, spielt ein anderer sofort die beleidigte Leberwurst, und der n&auml;chste beginnt sofort Verst&auml;ndnis zu heucheln und zu schleimen. K&ouml;nnte ihm ja einen Vorteil bringen.</p>
<p>Und warum das ganze? Weil sich niemand mal so richtig entspannen will. Wenn ihr euren Arschmuskel mal lockert und die M&ouml;hre rausnehmt, kommt auch endlich mal ein entspannter Furz raus.</p>
<p>Soso, die ach so moralischen Christen f&uuml;rchten also um ihre tolle Abendlandkultur. Selbst schieben sie zwar eine Geschichte aus Verbrennung, Unterdr&uuml;ckung und Massakern vor sich her. Turbantr&auml;ger hatten sich mit den Kreuzrittern damals auch nicht unbedingt nur zu einer Skatrunde zusammengesetzt. Und fragen wir mal Schwule und Lesben, was sie von beispielsweise von katholischer Toleranz so halten. D&uuml;rfte nicht allzu viel sein.</p>
<p>Wenn sich ein Teil unserer Bev&ouml;lkerung mittags (oder wann auch immer) auf den Teppich schmei&szlig;t und Allah anschmachtet – soll er doch. Wo ist das Problem? Solange er nicht von mir dasselbe verlangt oder mich gleich in die Luft sprengt, geht das doch v&ouml;llig in Ordnung. Es sch&auml;digt unsere Wirtschaft auch nicht st&auml;rker als die andauernden Zigarettenpausen anderer. Und lauter als das Kirchengebimmel der anderen Gottesanbeter ist das auch nicht. Also was soll’s?</p>
<h3>Religi&ouml;se Gef&uuml;hle als Legitimation</h3>
<p>Allerdings d&uuml;rfen sich auch gerne mal unsere muslimischen Mitb&uuml;rger etwas locker machen. Bissel Selbstironie oder Sinn f&uuml;r Humor? Absolute Fehlanzeige. Anstatt &uuml;ber die Karikaturen zu schmunzeln, schnappen sie lieber ein wie ein Kleinkind und krakeelen gleich von Rache und T&ouml;ten und so weiter. „Religi&ouml;se Gef&uuml;hle verletzt“, hei&szlig;t dieses Recht auf Krawall heutzutage. Das legitimiert nat&uuml;rlich alles.</p>
<p>Aber sie sind nicht die einzigen: Der Zentralrat der Juden gibt seit Jahrzehnten den pingeligsten Aufpasser, den ich je erleben durfte. Kompromisslos, scherzfrei, spa&szlig;frei und ziemlich oft auch sinnfrei. Hauptsache politisch korrekt.</p>
<p>Bundespr&auml;servativ Christian Wulff will derweil in der Integrationsfrage schlimmeres verh&uuml;ten und wird dadurch noch konturloser und schleimiger als ein ge&ouml;lter Aal. Na, Hauptsache die Moslems haben uns jetzt wieder ein <a title="Text im &quot;Stern&quot;" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/der-islam-gehoert-mittlerweile-zu-deutschland-erdogan-lobt-bundespraesident-wulff-fuer-darstellung-der-realitaet-1612180.html" target="_blank">bisschen lieb</a>. Doch dann kommt der dumme Bayern-August Horst Seehofer und rei&szlig;t die m&uuml;hsame Aufbauarbeit mit dem Arsch und einem dummen Spruch wieder ein. Und wieder pl&auml;rrt einer beleidigt rum.</p>
<h3>Wenn Religionen sich vertr&uuml;gen</h3>
<p>Gibt es noch penetranteres Taktieren, Paktieren und beleidigt Sein rund um die Macht und Vorherrschaft im Gehirn der Menschen? Wie w&auml;re es mal lieber mit etwas ehrlichem Respekt, Toleranz oder gar Akzeptanz? So schnell nicht. Dazu geht es letztendlich um viel zu viel Geld.</p>
<p>Ich zitiere an dieser Stelle den Titel <a title="Zum Text &quot;Mein Gott&quot;" href="http://www.eav.at/eav/texte/text_292_0_mein_gott.htm" target="_blank">&#8220;Mein Gott&#8221;</a> von meiner Lieblingsband, Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV): „Wenn Religionen sich vertr&uuml;gen, ja dann fielen Kriege schwer. Es g&auml;b wenig zu verdienen weil dann – Frieden w&auml;r.“</p>
<p>Aber das w&auml;re f&uuml;r die Akteure viel zu einfach. Denn dazu m&uuml;sste man sich mal locker machen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwoerterkraftwerk.de%2F2010-10%2Fjetzt-macht-euch-doch-mal-locker%2F&amp;title=Jetzt%20macht%20euch%20doch%20mal%20locker%21" id="wpa2a_4"><img src="http://woerterkraftwerk.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sch&#246;ner leben ohne Kirche</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 16:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harry Kayne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie sch&#246;n k&#246;nnte unser Leben sein, wenn wir endlich aufh&#246;ren w&#252;rden, an irgendeinen allm&#228;chtigen Opa im Himmel zu glauben. Und mit der gleichen Konsequenz: Tun wir den Saftladen namens Kirche doch gleich da hin, wo er hingeh&#246;rt – auf den Scheiterhaufen. Unser Leben wird danach echt besser. Hier ein paar Beispiele: Wir br&#228;uchten keine d&#228;mlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sch&ouml;n k&ouml;nnte unser Leben sein, wenn wir endlich aufh&ouml;ren w&uuml;rden, an irgendeinen allm&auml;chtigen Opa im Himmel zu glauben. Und mit der gleichen Konsequenz: Tun wir den Saftladen namens Kirche doch gleich da hin, wo er hingeh&ouml;rt – auf den Scheiterhaufen. Unser Leben wird danach echt besser. Hier ein paar Beispiele:</p>
<ol>
<li>
<div id="attachment_797" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><img class="size-full wp-image-797" title="Kirche" src="http://woerterkraftwerk.de/wp-content/uploads/2010/02/Kirche.jpg" alt="Macht sogar den Himmel h&auml;sslich - die Kirche (Foto: Christoph M&uuml;hlmann/BilderPics)" width="280" height="210" /><p class="wp-caption-text">Macht sogar den Himmel h&auml;sslich - die Kirche (Foto: Christoph M&uuml;hlmann/BilderPics)</p></div>
<p>Wir br&auml;uchten <strong>keine d&auml;mlichen Kriege</strong> mehr dar&uuml;ber zu f&uuml;hren, welcher Gott denn nun der wahre sei. Keine dr&uuml;ckenden Sprengstoffg&uuml;rtel mehr unterm Kaftan, keine modernen Kreuzz&uuml;ge mehr, und vielleicht w&auml;re auch der Rambazamba in Afghanistan bald durch. Dagegen k&ouml;nnten wir uns endlich wieder wegen der sch&ouml;nen Dinge im Leben gegenseitig t&ouml;ten: Frauen, Kleingeld, Schimpfworte, Fu&szlig;ball und Neid.</li>
<li>Wir k&ouml;nnten sonntags <strong>l&auml;nger schlafen</strong> oder was Sinnvolles unternehmen. Nie wieder Splitter einrei&szlig;en auf der Kirchenbank, den Arsch breitsitzen auf den ungepolsterten Baumst&auml;mmen. Und nie wieder rammd&ouml;sig werden durch das monotone Orgel-Gefiepe.</li>
<li>Wir br&auml;uchten <strong>keine Angst mehr</strong> vor Gott zu haben. Angeblich liebt Gott uns ja alle, behaupten zumindest die Jungs in der Kutte immer. In dem Wort gottesf&uuml;rchtig steckt jedoch noch immer der Wortstamm „Furcht“. Und Furcht ist normalerweise keine sehr f&ouml;rderliche Emotion. Also weg damit und lieber mal den guten alten Glauben an uns selbst herausgeholt. Hilft bei ´nem Vorstellungsgespr&auml;ch sowieso viel besser.</li>
<li><strong>Weniger Kinderficker</strong>. Also im Ernst, wem bei der aktuellen „Spiegel“-Titelgeschichte nicht der Hut hochgeht, der hat Eiswasser in den Adern. Machen wir uns nichts vor: Sex und Erotik als S&uuml;nde abzustempeln ist ungef&auml;hr so bl&ouml;d, wie einem Hund zu erkl&auml;ren, er solle nicht mehr an B&auml;ume pinkeln. Schon klar, dass bei solch einem immensen Fickelverbot, sich der Trieb andere Kan&auml;le sucht. Wenn mir die beste Lebensgef&auml;hrtin von allen zu Hause das Essen verb&ouml;te, w&uuml;rde ich auch ne M&uuml;lltonne leerfressen oder einen McDonalds, was ungef&auml;hr dasselbe ist.</li>
</ol>
<p>Tun wir uns doch einfach was Gutes und machen unser Leben sch&ouml;ner &#8211; ohne Kirche.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwoerterkraftwerk.de%2F2010-02%2Fschoener-leben-ohne-kirche%2F&amp;title=Sch%26ouml%3Bner%20leben%20ohne%20Kirche" id="wpa2a_6"><img src="http://woerterkraftwerk.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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