Tag: rente
Steinbrücks wahre Worte
by Harry Kayne on Jul.13, 2009, under Finanzen, Politik, Wirtschaft
Gut gebrüllt Herr Steinbrück. Ihre Zweifel zur Rentengarantie sind völlig richtig und gut durchdacht, nur leider vor der Wahl völlig daneben. Denn immerhin wollte die Regierung doch durch ihr Versprechen, die Renten nicht zu kürzen, die brüchigen Stimmen der Generation Silberhaar für die nächste Wahl reservieren. Und da kommt unser Finanzminister und sagt solche unpopulären Worte. Aber im Ernst: Dafür mag ich ihn ja irgendwie.
Denn schauen wir uns die Renten an, werden wir erkennen, dass sie nicht zu niedrig sondern zu ungleich verteilt sind. Ich stelle die Rentnerin aus Bautzen mit 600 Euro im Monat einer Bayerin gegenüber, die mal eben 3.000 Euro abkassiert – meinetwegen inklusive Witwenrente. Passt irgendwie trotzdem nicht.
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Die Rente entmündigt die Bürger
by Harry Kayne on Mai.03, 2009, under Finanzen
Soeben läuft die Talkshow von Anne Will im Fernsehen. Das Thema: Die staatliche Rente. Zu Gast ist unter anderem der alte Stiesel Joachim Steinhöfel, seines Zeichens Rechtsanwalt, Gelegenheitswerbestar („Media Markt“) und Semi-Promi. Nur, was er in dieser Sendung zur staatlichen Rente sagte, hatte wirklich Substanz. Denn er stellte endlich die Frage, die mich schon lange beschäftigt: Warum bildet sich Vater Staat eigentlich ein, das Rentenguthaben der Menschen besser verwalten zu können als jeder selbst? Steinhöfel hat Recht. Denn im Geldmanagement hat unsere Regierung bisher in keiner Weise überzeugen können. Eher im Scheiße Bauen und Geld Verprassen, aber das sind ja keine anerkannten Disziplinen.
Ich für meinen Teil würde gern meinen Gehaltsanteil, der monatlich im Rentengulli versickert, in einen vernünftigen Aktienfonds anlegen. Das ist spannender, und am Ende kommt auch mehr raus. Nur leider darf ich das nicht. Denn mein Geld wird gebraucht – für die Rentner, die mich anzeigen, wenn ich mal falsch parke, die gern von der guten alten Zeit schwärmen und die auch am Samstag die Einkaufspassagen verstopfen. Meine Rente zahlen diejenigen Halbstarken, die in der U-Bahn an sich und ihren Handys rumspielen, keine grammatisch korrekten Satz ohne “Digger” formulieren können und Hiphop hören. Und aus diesem Knebelvertrag kommen der Staat und ich nun mal einfach nicht raus. Schade eigentlich.
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