Tag: rücktritt
Mir reicht’s! Ich trete zurück
by Harry Kayne on Jun.18, 2010, under Politik
Deutschland ist im Rücktrittsfieber. Jeder, der irgendwie was verbockt hat, irgendwo gegen eine Wand gelaufen ist, einschnappt oder einfach keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße hat, tritt heutzutage ab: die hessische Spätlese Roland Koch, der weinende Horst Köhler, vielleicht bald der gescheiterte Philipp Rösler und hoffentlich auch der unmögliche Guido Westerwelle. Ein neuer Trend hat Deutschland erfasst: Statt dem Schritt nach vorn gibt es nun den Tritt zurück.
Ich schließe mich der Sache an und trete ebenfalls zurück, als Bürger der Bundesrepublik, als Steuerzahler, als Denkender – als Blogger aber nicht. Ich distanziere mich entschieden von diesem Land und seiner Führung. Ich werde meine Steuern nicht mehr zahlen und ab heute nur noch neben den Bürgersteigen gehen. Okay, die öffentlich-rechtlichen Sender schaue ich eh schon nicht, aber ab jetzt kann die GEZ mal gepflegt die Steuern für ihren Florian Silbereisen woanders kassieren, bei mir nicht mehr.
zum vollständigen Text
Horst Köhler tritt ab – sein Preis für die Wahrheit
by Harry Kayne on Mai.31, 2010, under Politik
Unser Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück. Und alles nur, weil er den Krieg … Verzeihung … den Militäreinsatz in Afghanistan mit wirtschaftlichen Interessen in Zusammenhang gebracht hat. Irgendwie schade um ihn, aber doch so vermeidbar.
Mensch Hotte, alter Braini, du müsstest doch wissen, dass man hier in Deutschland für die Wahrheit immer eins auf die Fresse kriegt. Das hat auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor ein paar Tagen schmerzhaft mitgekriegt, als er sich zu Griechenland geäußert hat. Eigentlich hat auch er nur gesagt, was jeder schon weiß, sich aber lieber im Stillen denkt. Würde Ackermann nicht in einem Privatunternehmen arbeiten, er wäre schon weg.
zum vollständigen Text
Der peinliche Neid auf und zu Guttenberg
by Harry Kayne on Dez.14, 2009, under Politik
War ja zu erwarten: Da haben wir endlich mal einen Minister unter 60, der beim Volk beliebt ist, und der eine Meinung vertritt, mit der sich auch ein Normalsterblicher identifizieren kann. Und schon will das Politbüro ihn absäbeln.
Es sind allerdings schon ein paar dicke Dinger, die sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geleistet hat. Er ist nicht so hässlich wie Trittin, nicht so farblos wie Steinmeier und kann besser Englisch als Westerwelle. Okay, letzteres kann meine kleine Nichte auch schon. Er hat wirtschaftlich den Durchblick, erkennt Kriege, wenn er sie sieht, und will dem Land offenbar wirklich dienen – drei weitere Eigenschaften, die nicht in der Job-Beschreibung für einen Minister zu finden sind.
Was aber für einen herkömmlichen deutschen Politiker schon an Königsmord grenzt: Guttenberg gibt Fehler zu und hat sogar die Frechheit, sich für diese auch noch zu entschuldigen.
zum vollständigen Text



