Tag: satire
Spektakulärer Selbstversuch: Haifänger schneiden sich Arme und Beine ab
by Harry Kayne on Feb.15, 2010, under Schön wär's
In einer bislang beispiellosen Aktion haben japanische und chinesische Haifänger nun Hand an die eigenen Gliedmaßen gelegt. Sie schnitten sich gegenseitig Arme und Beine ab und ließen sich anschließend ins Meer fallen. „Wir wollen nachvollziehen, wie es Tieren geht, denen wir täglich die Flossen abschneiden, um sie danach wieder ins Meer zu werfen. Für einen Teller Suppe im Nobelrestaurant, der nicht einmal sonderlich gut schmeckt“, sagte einer der Aktivisten kurz vor seinem Tod.
Die Haifänger überraschte vor allem die Erkenntnis, wie schmerzhaft die Prozedur ausfiel. „Wir dachten immer, das seien nur Fleischwunden. Aber es tut richtig weh und blutet sehr stark“, meinte ein Japaner, der von Wörterkraftwerk nicht namentlich genannt werden will. Durch den Muskel zu kommen, sei ja noch recht gut zu meistern. Aber der Knochen stelle da schon eine sehr viel härtere Nuss dar. Schmerzhafte Splitterbrüche und langwierige Sägearbeiten machten den Experimentierfreudigen ziemlich zu schaffen.
zum vollständigen Text
Regierung spendiert Konsumgutscheine zu Weihnachten
by Harry Kayne on Dez.23, 2009, under Schön wär's
Die jüngsten alarmierenden Umfragen unter dem unwilligen deutschen Konsumenten-Vieh rufen nun die Bundesregierung in einer beispiellosen Blitzaktion auf den Plan. Noch heute gibt sie jedem einkaufsmündigen Deutschen einen Gutschein über 500 Euro aus, mit dem er seinen Lieben noch den einen oder anderen Wunsch erfüllen kann.
„Wir sehen das als eine kleine Entschädigung für das miese Jahr, das wir den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land zugemutet haben“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel zu der Aktion. „Wir haben einerseits verantwortungslos mit Steuergeldern geprasst, Unmengen an Impfstoff gegen eine lächerlich Grippe gekauft, Autoindustrie und Banken fitgespritzt und einen extrem unterhaltungsarmen Wahlkampf abgeliefert. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle in aller Form entschuldigen.“ In gewisser Weise seien die Gutscheine auch eine Art Voraus-Wiedergutmachung für die Belastungen, die der Deutsche in den kommenden Jahren ertragen müsse.
zum vollständigen Text
Neue Spezies entdeckt: Der Opelaner
by Harry Kayne on Sep.12, 2009, under Wirtschaft

Zeichen der Schwäche: Das Symbol des Planeten Opel
Er kommt vom fernen Planeten Opel und passt durchaus in eine Reihe mit den Klingonen, Vulkaniern und Mars-Menschen: Der Opelaner. Die Suchmaschine Google registriert mittlerweile 565.000 Treffer für den Begriff „Opelaner“. „Wörterkraftwerk“ hat die neue Spezies untersucht, und hier ist das Ergebnis.
Der Opelaner kam vermutlich im Jahr 1862 auf unseren Planeten. Seitdem fristet er sein Dasein hauptsächlich im Umkreis der hessischen Stadt Rüsselsheim durch das Zusammenschrauben und Verkaufen minderwertiger Autos. Sein Symbol ist ein Kreis mit einem Z, das so platt ist wie ein entlüfteter Autoreifen (Grafik). Sein Gruß ist ein aus dem linken Autofenster gereckter Ellenbogen sowie ein Fuchsschwanz an der Antenne.
zum vollständigen Text
Bild und die Schweinegrippe: Es fehlt nur das „Hurra“
by Harry Kayne on Sep.02, 2009, under Gesellschaft
Zynischer geht es kaum. „Erster Deutscher in Lebensgefahr“ titelte das seriöse deutsche Informationsmagazin „Bild“ heute Morgen fett auf der ersten Seite. Und ich vermute einmal, dass die Worte „Na endlich“ oder „Hurra!“ einfach nicht mehr in die Schlagzeile gepasst haben. Und wie viel die Firma Roche für den freundlichen Hinweis auf die tolle Wirkung von Tamiflu bezahlt hat, bleibt wohl offen.
Kaum ein Wurstblatt hat sich bisher so skandal-geil und reißerisch auf die vermeintliche Todesgrippe gestürzt wie „Bild“. Nur leider gab es bis jetzt in Deutschland noch keine Toten zu zählen. Schade. Na wenigstens haben weltweit ein paar Opfer gnädig für ein paar Schlagzeilen den Löffel weggeschmissen.
Was kommt nun noch? Vielleicht die Schlagzeilen: „Bald haben wir alle Schweinegrippe!“, „Pharmaindustrie fordert mehr Grippe-Tote“ oder auch „Bild gratuliert dem 100. Grippe-Toten“. Denkbar wäre es.
zum vollständigen Text
Meine Form der Vorsorge: Ich werde Vorstand für ein Jahr
by Harry Kayne on Sep.01, 2009, under Wirtschaft
Ja, ihr habt richtig gelesen, ich werde mich jetzt hocharbeiten. Vielleicht den Vorstand kräftig durchbumsen, oder gleich mehrere. Dann die Gewerkschaft schmieren, dem Aufsichtsrat die Stiefel lecken und anschließend den Vorstandsposten unter den Nagel reißen.
So schwer kann das nicht werden. Ein paar Mitarbeiter abhören und anschließend entlassen. Ordentlich von den Chinesen ausspionieren, im Puff beklauen und anschließend abledern lassen. Bei Frau Merkel ein Bundesverdienstkreuz oder eine schöne Party kassieren. Dann verliere ich nach einem Jahr eine Übernahmeschlacht und bin weg. Die Abfindung, die ich dann kassiere, sollte für meinen Lebensabend ausreichen. Und so bescheuert wie der Klaus Esser werde ich nicht sein. Ich werde ganz bestimmt nicht nochmal arbeiten gehen.
Packen wir’s an.
zum vollständigen Text
Warum Gott ein Arschloch ist
by Harry Kayne on Aug.28, 2009, under Gesellschaft
Warum gibt es eigentlich noch immer einige Verstrahlte, die nicht glauben wollen, dass sich der ganze Kram, den wir um uns herum sehen, irgendwie langsam im Laufe der Jahrmillionen entwickelt hat? Sie glauben tatsächlich, dass es einen Schöpfer gibt – nennen wir ihn mal Gott – der sich das alles ausgedacht hat. Okay, gestehen wir diesem Gott einmal zu, er hätte tatsächlich die Zeit und genug Zeichenbretter gehabt, um ein paar Milliarden verschiedene Kreaturen zu entwerfen – nicht ganz dicht war er aber irgendwie trotzdem. Ihr wollt Beweise? Hier sind sie:
Der erregte Mann: Dieser Gott muss wirklich einen eigenartigen und ziemlich niederträchtigen Sinn für Humor gehabt haben, als er die Optik des erregten Mannes erschuf. Machen wir uns nichts vor, ein Mann in Fickbereitschaft ist nicht wirklich der Gipfel der Ästhetik. Er wirkt eher wie ein Astronaut, dem gerade ein Alien aus dem Unterleib geplatzt ist. Und dabei hat er einen IQ, der knapp über dem eines Einzellers liegt. Lustig ist das nicht.
zum vollständigen Text



