Tag: schulden
Lieber Barack, lass es einfach! Es hat doch keinen Sinn
by Harry Kayne on Aug.04, 2011, under Politik
„Obama, Obama, du arma“, singt die Erste Allgemeine Verunsicherung auf ihrem Album „Neue Helden braucht das Land“. Und selten hatten sie so sehr Recht wie heute.
Lieber Barack Obama, du kamst als Held, als Strahlemann. Jetzt bist du nur noch ein müder Schatten mit Augenringen. Sind deine Haare grauer als noch zur Präsidentenwahl?
Doch warum tust du dir das an? Für so ein ausgesprochen dämliches Land. Es ist nicht zu übersehen, dass sich da ein ganzes Volks bereitwillig ausnehmen lässt wie eine Back-Ente nach dem Schlachten. Sie wählen die Republikaner, sogar die Bostoner Tea Party – Politiker, die nur das Geld anbeten, Reiche goutieren und Arme noch einmal so richtig anpissen, wenn sie vor ihnen bettelnd auf der Straße liegen. Sie prahlen lauthals damit, wie scheiße sie Steuern finden, ganz besonders für Reiche. Denn die sind ja sowieso schon so geplagt mit ihrem vielen Geld.
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Kampf mit der Wahrheit – das Ackermann-Exempel
by Harry Kayne on Mai.17, 2010, under Finanzen

Josef Ackermann beobachtet gut (Foto: World Economic Forum swiss-image.ch/Fotografiert von Monika Flueckiger)
Schon blöd: Da spricht Deutsche-Bank-Banker Josef Ackermann aus, was keiner zu sagen wagt, schon ballern wieder alle auf ihn ein. Ist nicht fair. Er wage zu bezweifeln, ob Griechenland seine Schulden werde bezahlen können, meint Ackermann – gut gebrüllt, und vor allem richtig beobachtet. Denn wovon sollen die Hellenen ihren Dispo ausgleichen, wenn in ihrem Land niemand seine Steuern zahlt und alles mosert?
Aber hinter den Attacken auf den Jupp Ackermann steckt noch ein anderes Kalkül. Denn obwohl Angela Merkel gar keinen Bart hat, wird sie in Griechenland bereits mit Adolf Hitler verglichen. Sie sei zu zögerlich, könne die fidelen Sirtaki-Tänzer ja gar nicht mehr leiden, und schließlich hat sie nicht gleich freudig das Portemonnaie aufgemacht und die Rechnung beim Griechen bezahlt. Ist nicht nett und gefährdet vor allem den nächsten Urlaub auf Kreta.
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Abwrackprämie, die teuerste Spinnerei, seit es Autos gibt
by Harry Kayne on Aug.11, 2009, under Wirtschaft
Sie ist die Augenwischerei des Jahrhunderts und sollte der Wirtschaft einen
nachhaltigen Wachstumsimpuls geben, die Abwrackprämie. 5 Milliarden Euro ist der aus unseren unerschöpflichen staatlichen Finanzmitteln gespeiste Fördertopf insgesamt groß. 5 Milliarden für des Deutschen liebstes Spielzeug und seine liebste Industrie.
Und nun? Nun haben wir erfolgreich die Pleite von ein paar Tausend Autohäusern herausgezögert. Nun haben rund 2,5 Millionen Deutsche ein neues Auto. Nun hat ganz Afrika unsere alten Rostschüsseln. Die konnte man ja noch nehmen. Soooo schlecht waren die ja gar nicht, warum also wegschmeißen? Und ebenfalls nun hat unser Vaterlands-Etat einen um 5 Milliarden Euro erhöhten Schuldenberg – so hoch wie der Schrottberg, den wir produziert haben. Und wir alle dürfen ihn gemeinsam verzinsen (für die Bundesschatzbrief-Anleger). Und im Idealfall zahlen wir sogar einige Schulden zurück.
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Mit Bläh-Bilanzen aus der Finanzkrise – wir borgen uns frei
by Harry Kayne on Aug.04, 2009, under Wirtschaft
So geht Krisenbewältigung modern, zumindest, wenn man so genannten Experten und Volkswirten glauben darf. Man schiebt einfach den bis dato ach so verhassten und Freiheit einschränkenden Staat in die Arena. Der wiederum fühlt sich endlich mal gebraucht und nimmt sich sofort ganz viel Geld, das er nicht hat. Das bläht die Staatsbilanz auf wie einen Hefeteig auf dem warmen Ofen. Schuldenberg? Kein Problem. Bis der alles verschüttet, sind wir alle tot – naja, das heißt wenn wir jetzt schon über 60 sind, also im besten Politikeralter. Und das ist, was zählt.
So entsteht ein lustiger Geldstrom: Der Staat versucht, die Wirtschaft anzufeuern, indem er ganz viel kauft oder mitfinanziert. Damit können die Unternehmen endlich wieder viele Gewinne schreiben und ihren Angestellten ganz hohe Boni zahlen.
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