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Lieber Barack, lass es einfach! Es hat doch keinen Sinn
by Harry Kayne on Aug.04, 2011, under Politik
„Obama, Obama, du arma“, singt die Erste Allgemeine Verunsicherung auf ihrem Album „Neue Helden braucht das Land“. Und selten hatten sie so sehr Recht wie heute.
Lieber Barack Obama, du kamst als Held, als Strahlemann. Jetzt bist du nur noch ein müder Schatten mit Augenringen. Sind deine Haare grauer als noch zur Präsidentenwahl?
Doch warum tust du dir das an? Für so ein ausgesprochen dämliches Land. Es ist nicht zu übersehen, dass sich da ein ganzes Volks bereitwillig ausnehmen lässt wie eine Back-Ente nach dem Schlachten. Sie wählen die Republikaner, sogar die Bostoner Tea Party – Politiker, die nur das Geld anbeten, Reiche goutieren und Arme noch einmal so richtig anpissen, wenn sie vor ihnen bettelnd auf der Straße liegen. Sie prahlen lauthals damit, wie scheiße sie Steuern finden, ganz besonders für Reiche. Denn die sind ja sowieso schon so geplagt mit ihrem vielen Geld.
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Was machen die Amis nun ohne Osama bin Laden?
by Harry Kayne on Mai.03, 2011, under Gesellschaft
Für die herrlichste Nation der Welt kommt es derzeit wirklich knüppeldick. Erst quatschen ihr alle möglichen Klugscheißer in die Geldangelegenheiten. Und nun lässt sich auch noch ihr Lieblings-Schlimmfinger, Osama bin Laden, eine Kugel durch den Kopf gehen. Ist nicht fair.
Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, die Amis hätten den Laden-Hüter nur gefangen und nach einem kurzen Du-Du wieder frei gelassen. So machen es ja schließlich auch die Sportangler mit ihren Fischen, nachdem sie ihren den Haken durch den Kiefer gejagt haben. Das verspricht Spaß ohne Ende. Zumindest bis bin Laden sich aus Langeweile selbst ergibt oder er die Amis einfach damit ärgern will. Aber nun ist es zu spät.
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Danke Amerika! Jetzt bist du auf gutem Weg
by Harry Kayne on Nov.03, 2010, under Politik
Mensch USA, bis gestern hatte ich noch befürchtet, du würdest dich durch einen dahergelaufenen, halbschwarzen Weltverbesserer namens Barack Obama einlullen und zum Weichei oder gar Weltenbürger ummodeln lassen. Jetzt bin ich beruhigt.
Mit deiner jüngsten Kongresswahl hast du gezeigt, dass ich auf dich noch zählen kann.
Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Dann werden endlich wieder ein paar konservative Vollpfosten in der Regierung sitzen, Tee saufen, Schwulenhass predigen, gegen Abtreibung wettern und Enthaltsamkeit propagieren. Schwarze werden wieder dorthin gesteckt, wo sie hin gehören. Der Colt baumelt wieder am Gürtel, der Stärkere gewinnt wieder. In New Yorks Finanzdistrikt reißen wieder großkotzige Investmentbanker die Klappe auf, bescheißen die ganze Welt und verjuxen die Kohle im Puff. Schönes, altes Amerika, du bist bald wieder da.
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Stell dir vor, China führt Krieg, und keiner merkt’s
by Harry Kayne on Apr.07, 2010, under Politik, Wirtschaft
Was müssen die gelben Lümmel aus dem Reich der gefühlten Mitte eigentlich noch anstellen, damit endlich mal jemand schnallt, was hier eigentlich läuft? Die Redakteure vom SPIEGEL haben wohl als Einzige schnell kapiert, was die letzten Kommunisten mit dem Rest der Welt gerade veranstalten: Sie führen Krieg. Und selten war ein Krieg kälter und cleverer als jetzt – und effektiver.
Jahrzehntelang lang mimten die Jungs mit den hübschen Schirmmützen das sozialistische Land, das nix auf die Reihe kriegt. Was folgte? Die selbstlosen Kapitalisten aus dem Westen überließen den gebeutelten Chinesen opferbereit die Verantwortung, den Rest der Welt mit Autos, Klopapier, billigen Kettensägen und Puppen zu versorgen. Immer schön die Produktion ins billige China auslagern. Man will ja schließlich konkurrenzfähig bleiben und fit für die Zukunft. Kapitalismus ist schon was feines.
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Olympiade: Die Kehrseite der Medaillen
by Harry Kayne on Feb.20, 2010, under Sport
Toll, wir haben endlich wieder eine Olympiade. Wir können der Welt wieder beweisen, dass wir zwar zu doof sind, einen Staat zu finanzieren, richtig zu wählen und ein Autounternehmen abzuwickeln. Medaillen abräumen, das können wir aber noch immer. Hier hat uns China, das Land der Mittelmäßigkeit, noch nicht überholt. Und damit es jeder weiß: Sollen sie doch Exportweltmeister bleiben, wir haben es ja gar nicht nötig.
Und so beginnt in diesem Ausnahmezustand jeder Morgen mit dem Blick auf den Medaillenspiegel. Und wie im Krieg bei Sonnenaufgang die nächtlichen Verluste betrachtet werden, teilt uns ein grimmig dreinblickender Moderator die Erfolge – oder die nicht akzeptablen Misserfolge – mit.
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