Wörterkraftwerk

Tag: winter

Offener Brief an den Menschen

by Harry Kayne on Dez.28, 2010, under Gesellschaft

Lieber Mensch, ich bin es, dein Winter. Ich schreibe dir, weil ich verwirrt bin, verletzt, unheimlich wütend.

Ich weiß einfach nicht mehr, was du wirklich willst. Da habe ich in den abgelaufenen 20 Jahren mich mal ein bisschen ausgeruht, Pause gemacht. Doch du hast nur geflennt. Uuuuääääähhhh, jetzt gibt es keine Winter mehr. Und was machen wir mit den vielen schönen Schlitten, und der böse Klimawandel und wir kriegen ja so viele Insekten, wenn die Erde nicht mehr richtig gefriert.

Ich habe Mitleid bekommen und bin zurückgekehrt. Und nun?

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Die Wetter-Weicheier vom Radio

by Harry Kayne on Jan.06, 2010, under Gesellschaft

„Es ist bitterkalt draußen“, tönt der Radio-Moderator morgens nach den Nachrichten, um dann gleich nachzulegen: „Minus drei Grad Celsius.“ Wow, bei diesem Wetter friert mir noch gar nichts ein, außer meinen Gesichtszügen.

Wie kommt eigentlich der Tiefdruck-Schwafler darauf, läppische minus drei Grad wären bitterkalt? Auch die Moderations-Azubis der anderen Hamburger Radiostationen, wie „NDR 2“, „Radio Hamburg“ oder „Das neue Alster-Radio“ sind nicht gerade hart im Nehmen, was die Außentemperaturen betrifft. Wahrscheinlich haben sie Angst, dass ihnen die zwei restlichen Gehirnzellen einfrieren, die ihre Laberei bisher noch überlebt haben.

Vielleicht hat das Ganze auch mit der Hamburger Weichheit zu tun. Nicht umsonst hat der Amerikaner nach dem Hanseaten ein lappiges Weichbrötchen benannt. Er ist halt nur das maritime Regenwetter gewohnt. Kontinentale Auswüchse wie große Hitze im Sommer und etwas kühlere Luft im Winter sind ihm fremd. Da kann die Birne schon mal festrosten.

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Überraschender Schnee

by Harry Kayne on Dez.22, 2009, under Gesellschaft

Verdammt noch mal, da haben wir uns mit dem Klimawandel so viel Mühe gegeben. Und was passiert? Wintereinbruch von jetzt auf gleich. Völlig überraschend. Passiert ja sonst nicht im Dezember. Und ganz Deutschland bricht unter der bitteren Kälte zusammen und wird von der Schneelawine verschüttet. Keine Zeit, die Sommerschluppen vom Auto zu schrauben. Plötzlich war alles ganz weiß. „Wir waren so überrascht, dass hier nicht geräumt war“, jammert eine verunfallte Autofahrerin in die Kamera.

Natürlich ist es für einen deutschen Autofahrer schwer zu verstehen, dass er jetzt nicht mehr mit 180 die Autobahn langbrettern sollte. Aber offenbar wussten bis jetzt die wenigsten, dass ihr Auto auch zweistellig fahren kann. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich in dieser Woche so viele Vehikel zerlegt haben wie während der gesamten Abwrackprämie nicht. Schnee als Wirtschaftsfaktor. Blödheit als Konjunkturmaßnahme.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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