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Tag: Wirtschaft

Mein Urlaub für den Aufschwung

by Harry Kayne on Aug.20, 2010, under Wirtschaft

Ursula Frerichs vom Unternehmerverband mittelständische Wirtschaft hat Recht: Wir alle sollten auf zwei Wochen Urlaub verzichten. Das heißt, wenn wir sie überhaupt noch genommen haben. Alles für den Aufschwung. Denn er ist alles, was wir Deutschen noch haben. Für ihn lohnt es sich zu leben und totzuarbeiten.

Ich gehe noch etwas weiter und möchte hiermit komplett auf meinen Urlaub verzichten. Für die Konjunktur. Und um noch mehr zu leisten, werde ich meinen Haushalt auflösen, um künftig im Büro zu übernachten. Ich steige auf Fastfood um. Weg mit elend langen Mittagspausen. Sie schädigen nur unsere glorreiche Wirtschaft. Vorbei ist es auch mit anderen Zeitfressern wie Fernsehen, Sport, Kino. Ich will arbeiten und nicht einkaufen. Ach nein, shoppen sollen wir ja immer noch. Einer muss den Mist ja kaufen, den die Unternehmen fabrizieren.

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Die Eier der Deutschen

by Harry Kayne on Apr.20, 2010, under Wirtschaft

FerkeleiMal wieder eine besonders schöne Nachricht zum Thema: Bekloppte Wirtschaft. So berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) neulich, Deutschland habe im vergangenen Jahr 7 Milliarden Eier importiert, im selben Zeitraum aber 1,6 Milliarden Eier ausgeführt.

Was soll dieser Eiertanz? Sind den Deutschen ihre eigenen Eier nicht mehr gut genug? Ist es gut für seinen Geschmack, wenn man ein Ei vor dem Verzehr quer durch Europa karrt?

Um das Problem mal bei den Eiern zu packen: Hier wird mal wieder aus niedersten Gründen (Profit) eine Menge Diesel für nichts verblasen. Anstatt die Eier gleich da in die Pfanne zu hauen, wo sie auch gelegt werden, ziehe ich mir halt lieber die hochwertigeren (oder einfach billigeren) Eier eines Franzosen rein. Oder wessen Gelege auch immer. Und dafür lasse ich den Italiener oder Polen einfach an meine Eier.

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Stell dir vor, China führt Krieg, und keiner merkt’s

by Harry Kayne on Apr.07, 2010, under Politik, Wirtschaft

Was müssen die gelben Lümmel aus dem Reich der gefühlten Mitte eigentlich noch anstellen, damit endlich mal jemand schnallt, was hier eigentlich läuft? Die Redakteure vom SPIEGEL haben wohl als Einzige schnell kapiert, was die letzten Kommunisten mit dem Rest der Welt gerade veranstalten: Sie führen Krieg. Und selten war ein Krieg kälter und cleverer als jetzt – und effektiver.

Jahrzehntelang lang mimten die Jungs mit den hübschen Schirmmützen das sozialistische Land, das nix auf die Reihe kriegt. Was folgte? Die selbstlosen Kapitalisten aus dem Westen überließen den gebeutelten Chinesen opferbereit die Verantwortung, den Rest der Welt mit Autos, Klopapier, billigen Kettensägen und Puppen zu versorgen. Immer schön die Produktion ins billige China auslagern. Man will ja schließlich konkurrenzfähig bleiben und fit für die Zukunft. Kapitalismus ist schon was feines.

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Helden der Konjunktur: Die Generation Wegschmeiß

by Harry Kayne on Mrz.26, 2010, under Gesellschaft, Wirtschaft

Ich freue mich immer wieder, dass es noch Menschen gibt, die sich für das Wohl und Weh der deutschen Konjunktur interessieren und sie nach Kräften stimulieren.

Ein schönes Beispiel ist die neue Generation Wegschmeiß – junge Menschen, die nach Herzenslust Dinge in die Mülltonnen verklappen, die ihnen nicht mehr passen. Darunter sind mit Vorliebe Nahrungsmittel, die sich bereits bedrohlich dem Mindesthaltbarkeitsdatum genähert haben. Die Passage „Mindest“ in diesem Wort konsequent missachtend, feuern sie die subjektiv schon völlig verranzte Salami weg. Sicher ist sicher.

Das gleiche passiert mit angebrochenen Packungen. Ein Brot, das schon sagenhafte zwei Tage in der Küche liegt, kann einfach nicht mehr essbar sein, lautet die These der Wegschmeißer. Fluchs muss ein neues her. Selbes gilt natürlich auch für Käse und sogar Sekt. Könnte ja sein, dass sich schon übermorgen eine leichte Schimmelschicht darauf bildet – oder eben auch nicht. Ist ja auch Wurst.

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Mensch Google, bist du blöd

by Harry Kayne on Jan.14, 2010, under Politik, Wirtschaft

Google in China (Bild: Screenshot)

Google in China (Bild: Screenshot)

Unser weltgrößtes Trüffelschwein Google hat es einfach nicht kapiert. Da will es sich tatsächlich aus dem am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt, China, zurückziehen. Und das alles nur, weil die rote Regierung ein paar Email-Konten ausbaldowert hat und Google seine Suchfunktionen selbst zensieren soll. Tibet, Dalai Lama und die tägliche Gewalt gegen Regime-Gegner sollen ja im Land der Mitte nicht gerade im Mittelpunkt stehen.

Okay, auch ich würde mir selbst nur ungern die Eier abschneiden, insofern kann ich Googles Verstimmung nachvollziehen. Aber gleich komplett eingeschnappt den Sucher einziehen? Immerhin ist es heute ein wichtiger Trend, den Jungs aus Peking so tief in den Arsch zu kriechen, bis man dem Reis beim Verdauen zusehen kann. Denn China hat Macht, China hat Produktionsmittel, und China hat eine riesige Bevölkerung, die sich auch mal einen Fernseher und einen Computer leisten will. Was stören da schon die nicht vorhandenen Manieren?

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Die rätselhafte Stimmungsschwankung der Börsianer

by Harry Kayne on Nov.23, 2009, under Finanzen

Börsianer oder auch Spekulanten, Investoren und ähnliches Geldgesocks sind eine rätselhafte Spezies. Vor allem ihre Stimmungsschwankungen stellen selbst die einer Frau kurz vor der Menstruation ganz locker in den Schatten.

Denken wir nur einmal zurück in den Frühjahr. Das ist im normalen Leben kein allzu großer Zeitsprung, in Börsenzeit dagegen eine halbe Ewigkeit. Einen Dax-Stand von unter 3.000 Punkten sagte das uniforme Heer der Analysten voraus. Und mit steigenden Kursen wird das so schnell nix mehr. Der Börsensaal war voll mit flennenden Händlern. Investmentbanker war zum Schimpfwort geworden.

Alles war nur noch dramatisch: der Einbruch der Industrieproduktion, des Exports, des Handels, der Manager-Bonis, der Gesundheitszustand von Patrick Swayze und Robert Enke – bei letzterem wusste das nur keiner.

Den besonders schönen Blödsinn des Online-Instituts Saxo Bank gibt es nochmal hier.

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• Dit Kopireit von den janzen Kram hier liecht beim Harry Kayne. Wer einfach abschreibt, ohne su fragn, is doof und stinkt. Allerdings kann der Harry ja dumme Abschreiber ooch nich einfach fahaun, oder? •

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